Gut erhalten und günstig zu kaufen

Kleiderstube "Jacke wie Hose" feierte fünfjähriges Bestehen

Buchheim (sf). Zur großen Geburtstagsfeier waren sie alle gekommen: Die rund ein Dutzend Verkäuferinnen der Kleiderstube "Jacke wie Hose" feierten gemeinsam mit Stammkunden und Freunden den fünften Geburtstag ihrer Einrichtung.

Seit der Eröffnung im Jahr 2010 ist die Kleiderstube in der Wichheimer Straße 22 zweimal in der Woche Anlaufstelle vieler Kunden, die auf der Suche nach gut erhaltener Second-Hand-Kleidung zu günstigen Preisen sind. Wer den kleinen Laden betritt, wird nicht nur freundlich von den ehrenamtlich tätigen Verkäuferinnen empfangen, sondern findet auch ein gut sortiertes, vielseitiges Sortiment an Damen-, Herren- und Kinderkleidung vor. Nicht nur Jacken und Hosen, sondern auch Pullover, Anzüge, Schuhe und vieles mehr gibt es hier schon ab zwei Euro.

Eröffnet wurde die Kleiderstube vor fünf Jahren von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Clemens und Mauritius als Angebot für sozial schwache Familien aus Buchheim und den angrenzenden Stadtteilen. Damals stand der Raum, in dem sich einst eine Bäckerei befand, bereits mehrere Jahre leer. "Ich bin hier immer dran vorbeigefahren und hatte mir jedes Mal gesagt, hier möchte ich mal eine Kleiderbörse errichten", erinnert sich Gemeindereferentin Marianne Arndt.

Diesen Plan hatte sie erfolgreich umgesetzt: "Die Besitzer der ehemaligen Bäckerei stellten uns die Räume kostengünstig zur Verfügung", blickt Arndt zurück.

In den ersten Jahren wurden noch Kundenkarten ausgegeben. So wollte man verhindern, dass die falschen Leute in der Kleiderstube einkaufen. "Anfangs kamen Leute, die Sammeleinkäufe für Flohmärkte tätigten", erinnert sich Ursula Herm, eines von zwei Gründungsmitgliedern der Kleiderstube und noch heute sehr aktiv im Verkauf. Schnell hatte Herm damals die jeweiligen Kunden durchschaut: "Wenn jemand für den Flohmarkt einkaufte, dann habe ich einfach andere Preise gemacht", sagt sie. Das hatte funktioniert, die Flohmarkt-Einkäufer kamen nicht wieder.

Herm engagiert sich heute noch mit genauso viel Engagement wie zu Anfangszeiten für die Kleiderstube. "Wir haben all die ganzen Jahre bedürftige Menschen unterstützt", sagt sie. Anfangs waren die Verkäuferinnen immer mit zwei Personen vor Ort, aufgrund der großen Nachfrage arbeiten sie mittlerweile in jeder Schicht zu dritt.

Zudem sind sie auch oft gut beschäftigt, die zahlreichen Kleidungsstücke entgegenzunehmen, die während der Öffnungszeiten von Bürgern abgegeben werden. "Es kommen viele Leute, die froh sind, dass sie ihre Kleidung irgendwo abgeben können und sie nicht im Container landet", berichtet Arndt. Angenommen werden ausschließlich gut erhaltene Kleidungsstücke. "Wir waschen nicht und wir nähen nicht", sagt Arndt.
Viele Kunden kommen regelmäßig - nicht nur zum Shoppen: "Manchmal kommen die auch nur zum Plaudern. Da wird beim Einkaufen auch schon mal das eine oder andere Problem besprochen", berichtet Gabriele Badorrek, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Team der Kleiderstube.

Mittlerweile habe sich die Kleiderstube zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, meint Arndt: "Durch Art und Weise des Umgangs ist ein Treffpunkt gelungen, wo Menschen auch Achtung und Wertschätzung bekommen", sagt sie. Die Kleiderstube in der Wichheimer Straße ist montags von 10 bis 13 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Letzte Änderung: Donnerstag, 07.01.2016 10:28 Uhr

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