Ein selbstständiges Leben gewährleisten

Stadt Köln bietet präventive Hausbesuche für Senioren an

Mülheim (sf). Viele allein lebende Senioren stehen eines Tages vor der Frage: Kann ich meinen Alltag noch alleine bewältigen oder brauche ich dabei Hilfe? Der Wunsch, weiterhin in den eigenen vier Wänden zu leben, ist groß, doch ganz alleine schafft man es nicht... 

Dabei stehen den Senioren viele Möglichkeiten der Unterstützung zur Verfügung. Da Senioren sie aber oftmals gar nicht kennen, hat die Stadt Köln in sieben Stadtteilen das Projekt "Präventive Hausbesuche für ältere Menschen in Köln" ins Leben gerufen.

Karin Scholze vom Caritasverband der Stadt Köln ist eine von sieben Personen, die seit Beginn dieses Jahres eben diese Hausbesuche anbieten. Die Sozialpädagogin sucht Senioren im Stadtteil Mülheim - ausschließlich auf ihren Wunsch hin - privat auf und zeigt ihnen die große Angebotspalette, die ihnen zur Verfügung steht, um weiterhin eine selbständige Lebensform zu gewährleisten.

"Ich mache Hausbesuche, um abzuschätzen, wie es den Menschen geht und was sie brauchen, um in ihrer Wohnung bleiben zu können", erklärt Scholze. Seit 35 Jahren ist die Sozialpädagogin bei der Caritas im Bereich der Seniorenarbeit tätig. Seit zwölf Jahren ist sie mit einer halben Stelle im Caritas-Seniorennetzwerk für den Stadtteil Neustadt-Süd beschäftigt, zuvor arbeitete sie im Bereich der interkulturellen Seniorenarbeit.
Die präventiven Hausbesuche im Stadtteil Mülheim übernimmt Scholze mit einer weiteren halben Stelle zusätzlich zu ihrer Arbeit im Caritas-Seniorennetzwerk Neustadt-Süd. Bei jedem einzelnen Beratungstermin nimmt sich Scholze viel Zeit für die Senioren, um ihnen zu zeigen, wo und von wem sie Unterstützung bekommen könnten. "Ich denke, dass die Senioren viele Angebote gar nicht kennen", sagt Scholze und ergänzt: "Wenn sie von allen Angeboten wüssten, könnten sie bis an ihr Lebensende in ihrer Wohnung bleiben."
Scholze vermittelt einen Überblick über den gesamten Bereich der öffentlichen Seniorenhilfe. Wann und wie man einen Rollator beantragen kann, an wen man sich wenden muss, wenn man in seinem Badezimmer statt der vorhandenen Badewanne eine barrierefreie Dusche benötigt oder einen Hausnotruf installiert haben möchte, sind nur einige von vielen Fragen, die bei einem präventiven Hausbesuch geklärt werden können.
Auch kleinere Angebote im sozialen Umfeld können vermittelt werden: Eine Nachbarschaftshilfe für den alltäglichen Einkauf oder eine Begleitung beim täglichen Spaziergang zum Beispiel. "Vielleicht sind einige Senioren auch einsam und brauchen einfach nur Geselligkeit", meint Scholze. In solch einem Fall kennt sich die Sozialpädagogin im Bereich der Freizeitangebote für ältere Menschen sehr gut aus und vermittelt gerne.

Die Stadt Köln hat an alle im Stadtteil Mülheim lebenden Senioren über 75 Jahre in den vergangenen Tagen ein Anschreiben verschickt, in dem sie über den neuen Service der präventiven Hausbesuche informiert.
Wer einen Hausbesuch durch Karin Scholze wünscht, schickt einfach die in den Anschreiben enthaltene Antwortkarte an die angegebene Adresse zurück. Wer mit Karin Scholze telefonisch einen Termin vereinbaren möchte, erreicht sie montags, mittwochs und freitags im Caritas-Zentrum Mülheim an der Adamsstraße 15 unter Telefon 0221/ 68002525.

Letzte Änderung: Mittwoch, 24.02.2016 12:07 Uhr

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