Anneliese Tkotz hilft den Pänz Indonesiens
Eine kölsche Frohnatur und begeisterte Liedermacherin
Hilfsbereitschaft und Engagement zeichnen
Anneliese Tkotz aus. Bei ihren Liedern hat es der kölschen
Frohnatur insbesondere das Reimen angetan. Foto: jdl
|
Grengel (jdl). Seit mehr als 20 Jahren besucht die gebürtige Porzerin die äquatoriale Inselrepublik zwischen Indischem und Pazifischem Ozean. Auf Sulawesi und Selayar fand die Sozialengagierte eine zweite Heimat. "Besonders auf den kleinen Inseln sehen die Kinder oft zum ersten Mal eine Europäerin", berichtet die 76-Jährige. Sie ist oft mit Holzschiffen unterwegs und wird von Einheimischen zu den Grundschulen begleitet. "Die Menschen sind sehr nett, der Sinn für Familie ist sehr stark", so Anneliese Tkotz begeistert. Einmal in einer Grundschule angekommen, wird ihr Besuch spontan in den Unterricht integriert. Dann beginnt Anneliese Tkotz mit dem Verteilen der "Kleinigkeiten", die sie vorab von Unternehmen in Deutschland erfragt hat. "Heiß begehrt bei den Kindern sind zum Beispiel Kugelschreiber", erzählt sie, "Hauptsache da steht was drauf." Obwohl es in Indonesien Schulpflicht und Schuluniformen gibt, muss man sich den Unterricht etwas anders vorstellen: Die passionierte Liedermacherin und kölsche Frohnatur singt während den Unterrichtszeiten mit den "indonesischen Pänz" und ist von den Lehrkräften dazu auch herzlich eingeladen. "Sobald gesungen wird, verschmelzen alle Sprachen", sagt Tkotz. So erfuhr sie unter anderem, dass indonesische Weihnachtslieder oft aus Deutschland stammende Wiegelieder sind. Neben den Schulbesuchen unterhält die Porzerin seit vielen Jahren drei Patenschaften in Indonesien, zwei auf Selayar und eine in der sulawesischen Hauptstadt Makassar. Damit es mit der Verständigung prinzipiell auch immer
klappt, ist Anneliese Tkotz inzwischen mit der indonesischen
Sprache gut vertraut. Doch sie hat in ihrem Leben noch viel mehr
Sprachen gelernt: Neben Latein und Persisch auch Kölsch,
betont sie.
|




