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Hunderttausende Jecken feierten den Wieverfastelovend in der Innenstadt und auch in den Veedeln unserer Stadt. Unsere Fotos sind bei zahlreiche Straßenkarnevalseröffnungen in allen Stadtteilen entstanden.
44 Gruppen machten sich am Karnevalsfreitag von fünf Punkten aus (Laurenzplatz, Gürzenichvorplatz, Am Bollwerk, Hemarkt und Lenauplatz) auf den Weg zum Alter Markt.
Unter dem Motto "Däm Agrippina ze Ihre; Vum Flottekastell noh dr Huhpooz" zog der 19. Geisterzug zur nächtlichen Stunde durch die Innenstadt. Dabei waren wieder tausende begeisterte "Geister", Skelette, Hexen, Piraten, Vampire und Todesengel.
Fast den selben Zugweg wie der Rosenmontagszug legten die über 8.000 Teilnehmer der Schull- und Veedelszöch zurück. Rund 200.000 Zuschauer säumten den Zugweg, 48 Schul- und 53 Veeedelsgruppen nahmen teil.
"In Kölle jebützt" hieß es beim Rosenmontagszug. 1,3 Millionen Besucher säumten den Zugweg, der diesmal 520 Meter länger war. Neben den Persiflagewagen mit teils provokanten Bezügen (so hatte man kurzfristig noch das Thema "Stahlklau" beim U-Bahn-Bau verarbeitet) beherrschten vor allem die großen Corps das Zugbild. Rund 12.000 Teilnehmer zählte der Zug.
"En Kölle jebützt, an Bickendorf ne Hätz verlore": Unter diesem Motto schlängelte sich der 42. Bickendorfer Veedelszug über sechs Kilometer durch die Straßen. Rote Herzen klopften auf Kostümen und Wagen. Zehn Gruppen mehr als letztes Jahr hatten sich angemeldet. Zugleiter Udo Coppenrath von der Gesellschaft Karnevalsfreunde Bickendorf schaute bei dem kalten Wetter besorgt auf die die schon betagteren Traktoren und die Pferde, die traditionell im Zug mittrabten. Doch die rund 1.200 Teilnehmer kamen wohlbehalten ins Ziel.
Kurzfristig musste die langjährige Zugleitung ersetzt werden, da sich die KG Närrische Pfefferinsel wegen Überalterung aufgelöst hatte. Die aus der Not geborene Interessengemeinschaft Bocklemünder Veedelszug lotste den 46. Zug mit ihrem Zugleiter-Duo Thomas Derkum und Heinrich Schulte sicher durch ihr Veedel. Erstmalig gingen 4 Kindergärten und die Messdiener von Christi Geburt mit, die eine selbstgebastelte Arche hinter sich herzogen. Es bestand aber kein Anlass hineinzuflüchten, der Schneepegel blieb moderat.
Der von den "Löstije Brücker Müüs" ausgerichtete Veedelszug ist einer der großen rechtsrheinischen Umzüge und fand nun zum 45. Mal statt. Zugleiter Manfred Güntgen freute sich über 56 Gruppen und 1800 Teilnehmer, die auf bewährtem Weg vom Kleinfeldchensweg durch das gesamte Veedel bis zur Olpener Straße zogen. Zahlreiche Festwagen und Karnevalisten aus dem gesamten Bundesgebiet sorgten für eine farbenfrohe Veranstaltung.
Zum 13. Zug von Norbert Hellenbrand schneite es. "Das hatte ich noch nicht", so sein Kommentar. 450 Teilnehmer zogen derweil unbeeindruckt vom "Weiß" durch Buchforst.
Zu den großen rechtsrheinischen Zügen gehört der Dellbrücker Veedelszoch, der vom Festkomitee Dellbrücker Dienstagszug organisiert wird. Die Zugleiter Thomas Andree, Eddy Enkler und Claus Richrath freuten sich beim 52. Zug über 40 Gruppen, 13 Kapellen in 27 Fußgruppen und 18 Festwagen mit insgesamt 1.800 Personen. Auch waren viele Schulen mit von der Partie. Das Motto "In Kölle jebützt" und viele originelle Wagen lockten bei sonnigem Tauwetter tausende Zuschauer.
Zum zweiten Mal startete der Deutzer Dienstagszug von der Alemannenstraße aus. In 19 Gruppen, davon erfreulich viele aus den Schulen, waren insgesamt etwa 500 Teilnehmer unterwegs. Wie in jedem Jahr, wurde auch jetzt wieder von einer unabhängigen Jury die besten Teilnehmer aus den Bereichen Kinder-/Jugendgruppen und Vereine prämiert. Die Pokalübergabe findet wie immer bei8 der Jahreshauptversammlung im Frühjahr statt.
"Wir sind wetterunabhängig." Mit diesem kurzen Satz bestätigt Hans-Jo Fichna, 1. Vorsitzender der Großen Dünnwalder KG und Mitglied im Team der Zugleitung, dass es alle 35 Gruppen rechtzeitig zum Zugstart geschafft haben. Etwa 800 Teilnehmer schlängelten sich durch den winterlichen Stadtteil im Nordosten Kölns. Mit dabei die Tischtennisabteilung des DJK Hermannia, die 50 Jahre alt wird und mit Schlägern und Tischtennisbällen geschmückt war. Ein jeckes Jubiläum - 33 Jahre - feiern die Wirtskampsjunge, die genau so lange ununterbrochen am Sonntagszug teilnehmen. Auch die Dünnwalder Müüsje werden 33. Sie sind aber erst seit 25 Jahren am Zug beteiligt.
Unter dem Motto "Et bützt sich nirgends op d´r Welt, su schön, wie he om Ihrenfeld!" zog zum 56. Mal der Ehrenfelder Dienstagszug durch die Straßen. Mit 3.500 Teilnehmern darunter 50 Gruppen, mehr als 40 Fest- und Prunkwagen, 20 Pferde, 650 Musiker in 20 Musikkapellen unterteilt, machten diesen Zug zum größten Stadteilzug. So zog auch dieses Jahr der Zug viele Prominente an, wie Bezirksbürgermeister Josef Wirges, die Musiker von Brings, Alt-OB Fritz Schramma und FK-Präsident Markus Ritterbach.
Der diesjährige Veedelszoch des Doppelorts, mit rund 400 Teilnehmern in 18 Gruppen, stand ganz im Zeichen der Jubiläen. Da wurden die Närrischen Geißböcke 3x11 Johr alt, die Insener Wikinger feierten ihren 30. Geburtstag, die Westhovener Kannibalen ihr Silberjubiläum und schließlich feierte das Festkomitee Ensen-Westhovener Karneval sein Goldjubiläum, das es aber erst in der wärmeren Jahreszeit offiziell begeht. Der Veedelszoch unter dem alljährlichen Motto "Kamelle für uns Pänz" wird auch durch die Bürger unterstützt, man hält eben "em Veedel zosamme". Dafür dankte auch das Festkomitee und warf jede Menge Kamelle und Strüßjer.
Mit Spaß an d´r Freud nit kniepe! Zwei zusätzliche Zugteilnehmer hatte der Umzug in Esch. Den Zug eröffnete der Schneeschiebewagen, zum Abschluss säuberte das orangefarbene Straßenkehrer-Ballett der AWB nach dem Dreigestirn-Wagen die Straßen von liegengebliebenen Kamellen. (Fotos: Woywod)
Unter dem Motto "Och in Flittard weed gebützt" zogen zwölf Gruppen aus verschiedenen Ortsvereinen und vier Musikkapellen durch den Nordosten Kölns. "Insgesamt zählen wir etwa 500 Teilnehmer und neun Prunkwagen", so Zugleiter Erhard Kalkbrenner von der Interessengemeinschaft Flittarder Sonntagszug. Neben Hunnenjeloch, Schulen, die Föppjes oder den Kläävbotze marschierte auch das Flittarder Musikcorps mit, das in diesem Jahr sein 40. Jubiläum begeht. Die Hunnen werden 25 Jahre alt.
50 Teilnehmer mehr als im Vorjahr treckten mit Zugleiter Willi Stiel von der KG Köln-Nord durch Heimersdorf. Der Zugweg war mit 6,5 Kilometer um einen Kilometer kürzer als im Vorjahr. Unter den 900 Teilnehmern gab es sogar ein Geburtstagskind: Hans Walter Knapp feierte mit der Knapp-Familie seinen 75. Die Campingfreunde Köln gingen zum 22. Mal mit, die Kölsche Dream-Girls zum elften Mal. Die Knallbon-Bons erinnerten mit Foto-Button auf der Brust an ihre verstorbene Oma Hedi. Der Freundeskreis Kölsche Nordleechter präsentierte Söhne und Töchter Neptuns, darunter reizende Meerjungfrauen.
Auch in Holweide zogen, organisiert von der Bürgervereinigung Holweide, neben den drei großen Veedels-KGs, den "Isenburgern", der KG Blau-Weiß Holweide und den "Burgwächtern", viele kleine Vereine und Stammtischgesellschaften über den altbewährten Zugweg. Zum Aufwärmen ging es nach dem Zug wieder zum Weiterfeiern in die Holweider Schützenhalle.
Seit zwei Jahren ist Horst Schallenbruch Zugleiter des Höhenberger Veedelszuges. Diesmal lenkte er 700 Teilnehmer durch die Straßen. Teilweise war es dabei ganz schön glittschig.
Kleines Veedel, großer Karneval: 750 Teilnehmer trotzten Schnee und Glatteis und sorgten für ein farbiges Straßenbild bei grauem Himmel. Neben den beiden großen KGs, der "Naaksühle" und den "Löstigen Höhenhuusern", waren auch viele kleine Freundeskreise und Stammtischgesellschaften unterwegs. Erstmalig vertreten waren der Sportverein "Blau-Gold Colonia" und eine Gruppe des Jugend- und Gemeinschaftszentrums "Salamander". Die KG "Wä kütt ess do" nutzte dabei die Gelegenheit, dem Festkomitee korrektes Kölsch beizubringen: Nicht "In Kölle jebützt" muss es heissen, sondern "en Kölle jebütz".
Annähernd 1.000 Teilnehmer, verteilt auf 16 Gruppen und mit 12 Festwagen ausgestattet, verwandelten Junkersdorf in eine riesige Open-Air-Party. Neben der Ausgelassenheit, die das Bilderbuchwetter unterstützte, fehlte auch der Ernst nicht. Als einen Themenschwerpunkt der Prozession machten Schüler, Lehrer und Eltern der Ildefons-Herwegen-Grundschule auf den zunehmenden Straßenverkehr und der damit gestiegenen Gefahren aufmerksam. Hunderte von Kostümen waren dementsprechend mit Schriftzügen wie "Tempo-30-Zone" oder "Ich bremse auch für kleine Kröten" versehen.
"Mer bütze unser Veedel", so lautete das abgewandelte Kölner Motto der Interessengemeinschaft Kalker Dienstagszug. In 27 Gruppen mit insgesamt rund 800 Teilnehmern zog der 15.Zug, unter Leitung der IG, durch die Kalker Straßen. Dabei feierten zwei Gruppen einen runden Geburtstag, so wurde der Bürgerverein Humboldt-Gremberg 60 Jahre alt und die "Engelbääts Joldtöckcher" schafften immerhin 20 Jahre. "Die Finanzierung durch unsere Sitzung und Sammlung wird von Jahr zu Jahr schwieriger", erklärte der Vorsitzende der IG, Dieter Maassen.
Die spinnen, die Römer? Zumindest nicht bei der KG Schloppkrade. Sie lief geschlossen in Römerkostümen auf. Im Zoch unter Leitung von Heinz Odenthal passte sich "Kütt noch", die immer noch namenlose Fußgruppe, der Farbe des Schnees an: Sie erschien als Geister-Gang. Bütze war natürlich auch in den Rheindörfern ein Thema. Insgesamt 20 Gruppen treckten von Rheinkassel nach Langel, wo der Abschlussball im Festzelt auf dem Schützenplatz stattfand.
Im 60. Jahr organisierte die Vereinsgemeinschaft Lövenich wieder das jecke Zugtreiben in Lövenich und Weiden. Zugleiter Sven Dünnwald konnte aber noch viele weitere runde Geburtstage und jecke Jubiläen verkünden: Die Blauen Jungs der KG Lövenicher Neustädter freuten sich ebenfalls über ihren 60. Geburtstag, ihr Nachwuchs-Pendant, die Kajüte Müsjer, feierten ihre 2 x 11 Jahre. Die Johanniter-Schule freute sich über ihr 50-jähriges, die Lövenicher Madämcher über ihr 25-jähriges und der Lövenicher Freundeskreis über sein elfjähriges Jubiläum. Seine Premiere beim Zoch Lövenich-Weiden feierte das Jugendzentrum Weiden. Fehlen durfte in diesem bunten (Schnee)Treiben natürlich auch nicht die RömerGarde.
Für Adi Paffendorf war es der 10. Zug, den er wieder einmal ohne große Probleme durch Longerich führte. Seit 5 Jahren ist er zudem der Vorsitzende der KG Alt Lunke. In diesem Jahr gab es im Longericher Zug gleich drei "Neue". Die Gruppe "Flotte Mädchen", die "Domböcke" und den Malatya e.V.
680 Teilnehmer zählte der Merheimer Zug. Weiter nach vorne gesetzt wurden in diesem Jahr "Die Nikuten", die wieder Marie Luise Nikuta als Gast auf ihren Wagen hatten.
Über rund 400 jecke Teilnehmer und 16 Gruppen konnten sich die Zugleiter Kurt Ahlenfelds und Günter Simon von der Interessensgemeinschaft Merkenicher Karneval freuen. Der Merkenicher Freundeskreis feierte 20-jähriges Mitgehen im Zoch und lief kunterbunt in den Kostümen der vergangenen 20 Jahre auf. Die "Imlacker" schockten als Hippies, und der Freundeskreis vom Spoerkelhof wünschte sich des eisigen Wetters zum Trotz "De Hott Volee op See". Bei der Freiwilligen Feuerwehr fuhren die Pänz die Kamelle im Kett-Car aus.
"Wie die Grosse fiere, dat dun mer Kleene fleißig nochliere" - unter diesem Motto zogen die Kindergruppen im Meschenicher Karnevalszug mit. Insgesamt zogen 10 Wagen und drei Musikkapellen mit über 300 Teilnehmern durch die Straßen Meschenichs. Organisiert wurde der Zug von der Bürger- und Vereinsgemeinschaft Meschenich, welche auch die Kosten für Musik und Versicherung übernommen hatte. Finanziert wurde das Ganze durch großzügige Spender, denen Geschäftsführer Hans-Peter Waser "Dreimol von Hätze" danke sagte.
Auch in Mülheim wurde jebützt. Aus Anlass des 60. Dientagszugs gab der Festausschuss Mülheimer Dienstagszug das ein Jubiläumsmotto heraus, das dem Rosenmontagszug entlehnt war: "Müllemer Jubiläumsbützje". "In diesem Jahr nehmen etwa 2.000 Menschen in 67 Gruppen an unserem Veedelszoch teil", so Zugleiter Helmut Pohl. Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs, Mitglied mehrerer Mülheimer Karnevalsgesellschaften, habe wieder die Schirmherrschaft übernommen. Highlights des Zuges waren Gruppen wie die der Realschule Lasallestraße, die anlässlich des 150. Zoo-Geburtstags als Tiere verkleidet teilnahmen oder die Moondagstrecker, die mit Fußballfelder-Hüten auf die Fußballweltmeisterschaft einstimmten. Neu in diesem Jahr der Wagen der Kombüse Müüs, in knalligen Farben gehalten.
Passend zum Sessionsmotto 2010 stand der Neubrücker Veedelszug unter dem Leitmotiv "Jede Jeck bütz anders". Am Europaring ging es für die zwölf teilnehmenden Gruppen los. Mittlerweile war es der 34. Umzug in dem seit 43 Jahren bestehenden Stadtteil. Vor allem Kinder und Jugendliche waren dieses Mal gut vertreten und konnten im Schneetreiben von Neubrück die Stimmung anheizen.
Doch die Kölsche ham em Hätze Sonnesching! Brr, war das kalt. Sonnenschein und Schneeflocken wechselten sich ab. Doch was ´ne echte Kölsche is, der hät Sonnesching em Hätze und so machte das Wetter den Jecken und ihrer Freud´ an den Veedelszöch keinen Strich durch die Rechnung. Und es wurde geschmissen, so viel und so gute Kamelle, wie schon lange nicht mehr. Und auch de Strüssjer hatten Hochkonjunktur. Waren doch "rude Ruse" gerade am Valentinstag genau das richtige für ein verliebtes kölsch Hätz in Niehl. Fotos: Woywod
Nee, wat wor dat widder schön. Dat Sönnche sching, die Jecke woren jut drup. Kamelle, Strüssjer und Bützjer floge. Auch wenn es an schattigen Stellen eisigkalt war, so ließen es sich die jecken am Straßenrand die Freude am Spaß nicht verderben und schunkelten sich warm. Mit 77 Fußgruppen und Wagen ist der Nippeser Zug mit der größte Veedelszoch. Er fasziniert durch die absolute Vielfalt der Zugteilnehmer und deren fantasievolle Kostüme. (Fotos: Woywod)
Ohne Oss und Osii, dafür aber mit der waschechten chinesischen Karnevalsprinzessin Guo Jie auf dem letzten Wagen startete der Ossendorfer Veedelszoch mit rund 500 Teilnehmern und 23 Gruppen von der Frohnhofstraße. Jede Menge Jubiläen, darunter gleich vier jecke, nämlich 4 mal 33 Jahre, wurden gefeiert: De Stippeföttcher, der Ludwig Sebus Fan Club, Bunt-Wiess-Beckendorf und die 1. Beckendorfer Tatare. Überraschend groß und fantasievoll kostümiert als Meeresgetier auf Landurlaub debütierte die Kita-St. Rochus Gruppe generationenübergreifend mit Kind, Kegel, Oma und Opa.
Zu den kleineren Stadtteilszügen gehört traditionell der Veedelszoch in Ostheim, der dieses Jahr unter dem Motto "Im Osten geschunkelt" stand. Die 19 Gruppen trotzten mit Engagement und guter Laune der kalten Witterung und gaben einen Einblick in das Geschehen in ihrem Veedel. Doch auch an die ganz großen Themen wie "Staatspiraterie" wagten sich die Jecken heran.
Sieben Musikgruppen und zahlreiche mobile Beschallungsanlagen sorgten in Pesch dafür, dass der Karneval auch musikalisch in jede Ecke des Vorortes kam. Unter dem Motto: "Schön und edel 44 Johr jeck em Veedel" lief der Zug durch die vom Schnee frei geräumten Straßen. Alle Zugteilnehmer konnten überzeugen, entweder durch ihre Kostüme oder ihr Motto. Zugleiter Ralf Müller möchte zwei Gruppen besonders danken: Bürgerverein Pesch und Pescher Schoofe ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre. (Fotos: Woywod)
Unter dem Motto "Bützen in Poll - das ist toll" lief der Poller Veedelszoch am Sonntagmorgen. Angeführt vom 1. Vorsitzenden des Bürgervereins Poll, Hans-Dieter Heinecke, setzte sich der närrische Lindwurm pünktlich um 10 Uhr mit seinen 26 Gruppen in Bewegung. Obwohl es über Nacht geschneit hatte und eisige Temperaturen herrschten, waren die Poller Jecken schon um diese Uhrzeit im Zug und am Straßenrand in bester Stimmung.
Schnee unter den Füßen und Schnee von oben. Kälte durch und durch prägte den Porzer Rosensonntagszug. Der Laune tat das bei den meisten jedoch keinen Abbruch. Fast 3.000 begeisterte Narren gingen, tanzten oder fuhren auf einem der 56 Festwagen den Weg durch die Porzer Straßen. Was machen da schon ein paar Schneeflocken?
Ein kleiner, dafür aber ausgesprochen familiärer und friedlicher Zug geht in jedem Jahr durch Langel. Anschließend ging es dann bei der "After Zoch Party" in der Jakob Engels Halle weiter.
"De Riehler un us dem Zoo de Diere dun wie jeck Fastelovend fiere" so lautete das Motto des Veedelszochs, der pünktlich um 14.30 Uhr von Dorfpolizist Herbert Otto angeführt wurde. Zugleiterin Monika Steeg konnte sich über die Beteiligung der Riehler Jecken, die sich wieder tolle Kostüme hatten einfallen lassen, freuen. Zipfelmützen, Schildbürger, Engelchen und die Buchgruppe der Otfried Preußler Schule bildeten neben der Riehler Interessengemeinschaft sozusagen den Tross der bunten Kolonne die auf den Riehler Straßen unterwegs war. Trotz der frischen Temperaturen hatten die Jecken Glück mit dem Wetter, so dass auch viele Bewohner des SBK den Veedelszoch genießen konnten.
Pünktlich im großen Schneetreiben setzte sich die Karawane in Bewegung. Über 1.000 Teilnehmer nahmen in 23 Gruppen am großen Rodenkirchener Karnevalsumzug teil. Sechs Musikgruppen sorgten dabei für die richtige Stimmung. Die Jecken ließen sich weder von der Kälte noch vom FC-Spiel abhalten, dem Zug zu folgen und laut nach Kamelle zu rufen. "Hoffentlich kommen wir da gut durch", fragte sich ein besorgter Zugteilnehmer bei der Abfahrt. Doch die Straßen waren für die schweren Fahrzeuge gut passierbar, so dass der Zug in gewohnter Manier durch Rodenkirchen ziehen konnte. Schneller als in den Vorjahren waren die Kneipen nach dem Zug wieder voll - Kein Wunder, denn so mancher Wirt lockte mit heißem Glühwein.
Alle 18 Vereine, die dem Stammheimer Bürgerverein angehören, nahmen am Stammheimer Zoch teil. Auf einer Strecke von rund sechs Kilometern verteilten die rund 450 Teilnehmer drei Tonnen Kamelle, 800 Strüßjer und jede Menge Schokolade und Pralinen unter das jecke Volk. Dabei boten die neun Fußgruppen und acht Festwagen ein buntes und originelles Bild. "Besonders lobenswert war es, dass die AWB der Stadt Köln drei Mal für den Zochweg am frühen Morgen räumte und streute", hoben die beiden Zugleiter Siegfried Mohr und Wolfgang Stuke zufrieden hervor. Fotos: Trapmann
Auch in der Südstadt gingen die Jecken auf die Straße.
Bei idealen Wetterbedingungen begrüßten Tausende von Zuschauern den Sülzer Karnevalszug. Circa 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Vereinen, Schulen oder Stammtischen, veranstalteten ein buntes Spektakel entlang der Straßen. Dabei präsentierte die Gemeinschaftsgrundschule Bachemer Straße das eigene Kinderdreigestirn. Neben der 101-jährigen alten Dame von der GGS Manderscheider Platz zeigten sich auch die Mitglieder des Vereins "Kölle bliev Kölle" in seinem 50. Jahr des Bestehens in vitalster Feierlaune. Nach langer Abwesenheit komplettierten die Karnevalisten von "Zulu-Sülzer" den Zug wieder.
Schon beim Aufstellen auf dem Lindeparkplatz konnte keiner auf eine Bein stehen bleiben. Zu der Nervosität, mal bei einem Karnevalszug mitlaufen zu können, kam die unangenehme kalt-feuchte Witterung. Trotzdem - die Sürther Karnevalisten ließen sich den Spaß nicht verderben. Acht große Wagen und acht Kapellen zogen durch die Straßen, in denen sich die Bevölkerung nicht nur Kamelle schmecken ließ. Mit Strüßjer un Kamelle mache mir La-Ola-Welle! - das war das Motto des Sürther Zuges, der auch in diesem Jahr mit viel Begeisterung gefeiert wurde.
Im Schneegestöber zogen mehr als 1.000 Teilnehmer und 19 Gruppen, darunter fünf Musikcorps, durch Vingst. Start- und Endpunkt war wie immer der Marktplatz. Der von der 1. Vingster KG organisierte Veedelszoch besteht seit 1972 und hat seinen eher dörflichen Charakter bewahrt. Auch dieses Mal waren viele auswärtige Gruppen mit dabei, besonders aus Süddeutschland.
Rund 1.500 Närrische zogen mit 25 Festwagen sowie 69 Bagage- und Handwagen über die Nachtigallen-, die Frankfurter und die Heidestraße. Das Wetter hielt sich bei dem Samstagszug tapfer. Erst am späten Abend wurde es dann noch einmal richtig glatt. Aber da feierten bereits die ungezählten Zuschauer und Aktiven im Warmen. Der Wahner Zug zählte auch in diesem Jahr zu den schönsten der "kleineren" Veedelszöch.
Im Weißer Zug durch weiße Straßen - das wurde in diesem Jahr für die Jecken Wirklichkeit. Eine dünne Schneeschicht und eisige Kälte begleiteten die 47 Gruppen mit insgesamt 952 Teilnehmern durch die Straßen von Weiß. Der Fröhlichkeit tat das keinerlei Abbruch, heiße und andere aufwärmende Getränke machten bei Teilnehmern und Zuschauern gleichermaßen die Runde. Eisern nur im blau-weißen Anzug organisierte Zugleiter Hans Stahl in gewohnt souveräner Manier den Zug, konnte sich aber einen neidischen Blick auf die mit dicken Jacken ausgestatteten Zugbegleiter nicht verkneifen. Beim Abmarsch war die Kälte weitgehend vergessen, die Stimmung am Zugrand ließ die Herzen der Jecken schnell erwärmen.
Unter dem Motto "En Bützje us Widdersdorf" zogen rund 700 bunt Kostümierte durch die Widdersdorfer Straßen und begeisterten die Jecken am Zugweg mit tollen Ideen. Vor allem Frösche wurden hier gerne zu Prinzen geküsst. Insgesamt waren fünf Musikgruppen, 13 Fußgruppen und fünf Wagen für ein stimmungsvolles und buntes Karnevalstreiben verantwortlich, dem natürlich auch der Schnee einen Besuch abstattete. Fotos: Düster
Bissig ging's im Kölner Norden zu: Lohnsteuer, Alkoholsteuer, Tabaksteuer - mit Blutsaugern verglich der MGV Worringen die deutschen Politiker und lud zum "Tanz der Vampire". Die KG Närrische Grielächer wollte einfach nur weg. Sie forderte zur Ballonfahrt "In 111 Daach öm Wurringe" auf - und dann ab in die Sonne. "Stippeföttche op Chinesisch" entdeckten die "Jecke vum Berg". Sie nahmen die vielen Plagiate auf's Korn. Die Freiwillige Feuerwehr "danzte" als Eingeborene "ums Füür heröm", die "Äänze Kääls" bezeichneten Poldi als "Traumtänzer" und die "Sonnenkinder" kommentierten als kleine Calimeros das Verhalten der Politiker beim Einsturz des Stadtarchivs mit "Stadtmeisterschaft im Eiertanz". 1300 Jecke treckten unter Leitung von Paul-Heinz Wirtz vom Festkomitee Worringer Karneval durch den Ort.
Von der Gemeinschaftsgrundschule kamen "99 Luftballons", "Quietscherentchen" und "Schlümpfe", die Pänz der Katholischen Grundschule verkleideten sich zur "Vogelhochzeit" und als coole "Superstars". Ziemlich einfallsreich zeigten sich die Schüler der beiden benachbarten Schulen in ihren Fastlovends-Outfits. Unter dem Motto " He danz jeder Panz" treckten sie gemeinsam mit Prinz Arno I und Worringer Karnevalsgesellschaften durch den Ort. Unter Leitung von Wolfgang Reiter und Helmut Bährens aus dem Ausschuss der Worringer Grundschulen für den Kinder-Karnevalszug fanden sich insgesamt 579 Teilnehmer zusammen.
Der Organisator des Zollstocker Samstagszuges, Werner Teztlaff, hat in dieser Session noch einmal alles aufgeboten, um den Zollstocker Samstagszug auf die Beine zu stellen. Mit 13 Wagen und insgesamt 588 Teilnehmern konnte der Zug sich auch in dieser Session sehen lassen. Um den Zug allerdings auch im kommenden Jahr am Leben zu erhalten, ist man weiterhin auf die Unterstützung von Spendern und freiwilligen Helfern angewiesen. Es müssen mindestens drei Veranstaltungen organisiert werden, um die 6.000 Euro Kosten aufbringen zu können. Wer den Zug unterstützen möchte - Helfer und Spender können sich bei Werner Tetzlaff, Telefon 0174/9971960 melden.
Seit 50 Jahren besteht der Zollstocker Dienstagszug.
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