Von Montserrat Manke
Wesseling. Der Wesselinger Sommer - er verlangt nach
Abkühlung. Auch wenn die Hitzewelle gerade eine Pause macht,
sie kommt wieder. Und dann zieht es die Anwohner der Stadt am Rhein
eben zu jenem Fluss, genauer gesagt zu Wesselinger Lido. Man sieht
Mütter mit ihren "Pänz", die gut gelaunt im
Wasser planschen.
Was vielleicht immer noch nicht alle wissen, obwohl sogar
Hinweisschilder ausdrücklich darauf hinweisen: Im Rhein bei
Wesseling ist Baden verboten. Und das nicht, um die Wesselinger,
die ja momentan sonst keine Möglichkeit haben, in ihrer Stadt
draußen zu schwimmen, zu ärgern, nein, es ist verboten,
weil Wesseling eine so genannte "Reede" ist. Also ein
Ankerplatz für Schiffe.
Wie gefährlich schon ein Gang ins Wasser bis gerade mal zu den
Knien ist, zeigt das schwere Unglück in der Nähe von
Krefeld: Zwei Menschen wurden durch den Sog eines vorbeifahrenden
Schiffes in den Strom gezogen und ertranken.
Deshalb geht auch das City-Team der Stadt im Rahmen ihrer
täglichen Streife am Ufer entlang. Aber: "Wir können
ja keinen aus dem Wasser zerren, wir geben lediglich einen
Hinweis", sagt Peter Adolf, Pressesprecher der Stadt.
Im Einsatz ist auch die Wesselinger DLRG, die am Wochenende und
feiertags mit dem Boot Streife fährt. Glücklicherweise
gab es in Wesseling dieses Jahr noch keinen Badeunfall, lediglich
in Rodenkirchen wurde eine Person vermisst, die aber gefunden
wurde. Andreas Schneider, Einsatzleiter der Wesselinger DLRG
weiß aber auch, dass man den Menschen das Baden nicht
verbieten kann: "Aber die Wesselinger sind überwiegend
einsichtig, wenn wir sie auf das Badeverbot aufmerksam
machen".




