Wesseling/Rhein-Erft-Kreis (zi). Im April ist Polizeikommissarin Diana Brüggmann, die ihren Dienst in Wesseling versieht, mit der Geschichte ihres Sohnes Simon an die Öffentlichkeit gegangen. Simon und sein neunjähriger - gesunder - Bruder leben beim Vater, die Polizistin kümmert sich jedoch intensiv um den entwicklungsverzögerten Jungen, der gerade die erste Klasse der Montessori-Schule für geistig Behinderte in Brühl beendet hat.
Seit zwei Jahren fährt Diana Brüggmann alle zehn bis
zwölf Wochen mit Simon für fünf Tage nach Belgien zu
einer speziellen Therapie, die von den Krankenkassen nicht bezahlt
wird. "In den zwei Jahren hat sich schon eine leichte
Verbesserung ergeben", berichtete die 35-Jährige jetzt in
Kerpen.
Als ihre Kollegen von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Rhein-Erft-Kreis von der Behinderung ihres Sohnes erfuhren, starteten sie spontan eine Spendensammlung, die knapp 4.000 Euro erbrachte. "Wir sind mit der Sparbüchse durch die Dienststellen gegangen", erzählte Michael Mertens, Kreisgruppenvorsitzender der GdP Erftkreis. Den Rest auf den runden Betrag stockte Landrat Werner Stump mit der St. Martin Stiftung auf.
Als nächsten Schritt will Diana Brüggmann mit Simon in die USA reisen und eine Delfintherapie machen, die in ähnlichen Fällen Erfolge gebracht haben soll. Die Reise- und Therapiekosten müssen von der Familie aufgebracht werden und liegen bei 10.000 bis 12.000 Euro. Dazu ist die Familie auf weitere Spenden angewiesen.
Unter www.gdp-erftkreis geht die Gewerkschaft der Polizei noch weiter auf die Geschichte ein und verweist auch auf ein Spendenkonto.



