Bickendorf. Die Umgestaltung des Rochusplatzes ist für die IG "Künstler für Bickendorf" die Herausforderung, die in Zukunft über die Attraktivität und damit über die Entwicklung von Bickendorf entscheidet.
Die IG möchte den Platz zu einem lebendigen Bindeglied
zwischen den gewachsenen Strukturen rund um die Rochuskapelle und
dem modernisierten Areal entlang der Vitalisstraße entwickeln.
So ließe sich für die Bürger ein Versorgungszentrum
mit Entspannungswert und für mögliche Investoren und
Geschäftsleute ein interessantes wirtschaftliches Umfeld
schaffen. Die dafür benötigte "Lebensenergie",
die dem Platz durch das "alte" Bickendorf zufließen
sollte, würde ihm zur Zeit aber durch die Venloer Straße
abgeschnitten, so die Überzeugung der IG. Deshalb müsse
die Straße künftig um den Platz herumgeführt werden,
denn es bedeute ein "zeitraubendes Wagnis", die Venloer
Straße zu überqueren, um auf den Wochenmarkt oder zur
U-Bahn- und Bus-Station zu kommen. Wenn diese Hauptverkehrsader
aber den Platz umfassen würde, könnte dieses Problem
behoben werden und die neu gewonnene Attraktivität des Platzes
auch auf die "andere Seite" ausstrahlen und dort für
Belebung sorgen, hofft die IG. Denn auf jener Seite fände sich
ebenfalls kreatives Potenzial zur Weiterentwicklung und Einbindung
in die Gesamtstruktur eines neuen, alten Bickendorfs.
Der Rochusplatz mit seiner kleinen Kapelle, deren Ursprünge
ins Jahr 1670 zurückreichen, und seinem großen Markt, der
zweimal wöchentlich angeboten wird, ist für die
Bickendorfer ein wichtiger, positiver, emotionaler und
wirtschaftlicher Bezugspunkt. Ziel eines jeden Bebauungsplans, der
der Zukunft des Veedels gerecht werden will, müsse daher sein,
den Markt zu erhalten, zu verbessern und zu stärken. Mit der
Umlegung der Venloer Straße und der Errichtung einer lichten
Markthalle könnte der Platz ein Markt, Veranstaltungs- und
Begegnungszentrum und damit das Herzstück von Bickendorf sein,
so die IG.
Aus diesem Grund legte sie ein umfassendes Konzept vor, in dem der
Platz in die Wohngebiete der anderen Seite reichen würde. Eine
verkehrsberuhigte Rochusstraße könnte zudem ähnlich
wie eine Fußgängerzone ausgebaut werden. Der durch
Lieferanten und Anwohner anfallende Restverkehr könnte dann
durch einen großen Kreisverkehr abgeleitet werden, der auch
den Verkehr von der Einmündung der Wilhelm-Mauser-Straße
aufnehmen würde. Dann ließen sich die Eingänge zur
U-Bahn bequem zu Fuß erreichen, und der Markt samt Markthalle
wäre bei jedem Wetter reizvoll. Zudem könne so Platz
für geräumige Bus- und Taxi-Halteplätze sowie
für Begrünung mit Bänken und Bäumen entstehen.
Nicht zu vernachlässigen seien auch die vielfältigeren
Parkmöglichkeiten, die der Vorschlag aufzeige.
Durch die Umlegung der Venloer Straße würde der
Rochusplatz derart belebt und das ganze Areal so stark aufgewertet,
dass bei potenziellen Investoren Interesse geweckt werden
könnte, auf dem ehemaligen Gelände des Hallenbades eine
hochwertige Bebauung zu verwirklichen, ist die IG
überzeugt.






