Meschenich. Nachdem im Mai diesen Jahres in zwei Baggerseen in Meschenich die Chemikalie PFT vorgefunden wurde, steht jetzt der Verantwortliche für die Verunreinigung fest.
Eine benachbarte Firma hatte der dort ansässigen
Werksfeuerwehr gestattet, Feuerlöschübungen auf einer
Betonfläche des hiesigen Firmengeländes,
durchzuführen. Dabei ist PFT-haltiger Löschschaum in den
angrenzenden Verdunstungs- und Versickerungsgraben gelangt und
verschmutzte somit auch das Grundwasser im Baggersee.
Die Kosten für die Untersuchungen belaufen sich auf mehr als
50.000 Euro, die dem Verursacher nun in Rechnung gestellt werden.
Vor Ort waren nicht nur Geologen und Ingeneure des Umwelt- und
Verbraucherschutzamtes, sondern auch externe Bohrfirmen und Labore
im Einsatz. Die Prüfung erwies sich als sehr aufwändig,
da auf dem Werksgelände nur unter sehr strengen
Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet werden durfte.
Ziel sei es, die Sanierung so zu planen, dass die PFT-Belastung
schnellstmöglich abnehme, so der Leiter des städtischen
Umwelt- und Verbraucherschutzamtes, Prof. Dr. Ernst
Drösemeier. "Denn die aktuell sehr hohe
Gewässerbelastung verteuert nicht nur die
Trinkwassergewinnung, sondern gefährdet sowohl den Bestand
mehrerer Angelvereine, als auch Arbeitsplätze in einer
Kiesgrube", erklärte er.
Wie es nun mit dem Baggersee weitergeht, liegt aber in den
Händen der Bezirksregierung Köln, da sie die
Genehmigungs- und Überwachungsbehörde für die Anlage
ist. Sie bestimmt insbesondere über die Anordnung von
Sanierungsmaßnahmen.
Das Trinkwasser ist von der Verschmutzung nicht betroffen. Das
stellt der zuständige Wasserwerksbetreiber, die RheinEnergie,
fest. Durch den Einsatz von Aktivkohlefiltern im Wasserwerk
Hochkirchen sei diese Gefährdung ausgeschlossen. Das
Angelverbot besteht jedoch weiterhin. Außerdem wird davor
gewarnt bereits gefangene Fische zu verzehren. PTF stehen im
Verdacht, krebserregend zu sein. Durch den Verzehr belasteter
Fische können sie in den Körper gelangen.





