Mit "Big Bore" für Übergewichtige

Neue RNR-Radiologie am Krankenhaus eröffnet - 5 Mio investiert

Wesseling. 20 Tonnen - aus massivem Stahl und Schwerbeton. Facharzt Peter Impekoven gewährte am Mittwoch bei der festlichen Eröffnung des Radiologie-Neubaus am Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling schon einen Blick in die Zukunft. Bereits 2011 wird die Radiologie mit der Strahlentherapie um ein zusätzliches Angebot erweitert. Und dann soll eben jene Stahl-Beton-Tür den Bestrahlungsraum, den so genannten "Bunker", abschotten. 

Doch auch in der Gegenwart gab es viel Neues zu sehen: Für fünf Millionen Euro hat das Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling ein hochmodernes Gebäude an der Liegendzufahrt errichten lassen. Das Leistungsspektrum umfasse dabei alle konventionellen Röntgen- und Durchleuchtungsuntersuchungen. Darüber hinaus seien kernspintomographische und computertomographische Untersuchungen aller Körperregionen möglich.

954 Quadratmeter Nutzfläche stehen nach 13-monatiger Bauzeit zur Verfügung - das sei genügend Platz, um auch die verschiedenen Patientenströme - ambulant und stationär - bequem und getrennt voneinander leiten zu können, freute sich Krankenhaus Chef Dr. Johannes Güsgen. Das Gebäude verfügt über einen eigenen Haupteingang, ist aber gleichzeitig unmittelbar an die Bettenstationen, die Ambulanz und die Liegendzufahrt des Dreifaltigkeits-Krankenhauses angebunden.

Für die Adipositaspatienten des gleichnamigen Zentrums im Krankenhaus gibt es in der neuen Radiologie spezielle Untersuchungsgeräte, erklärt Peter Impekoven. Zum Beispiel das "Big Bore", einen Computertomographen, der mit einem Röhrendurchmesser von 85 Zentimetern übergewichtigen oder unter Platzangst leidenden Menschen genügend Raum lässt.

Oder die zwei neuen MRT für die Kernspintomographie: Diese sind so hochentwickelt, dass sie auch für detaillierte Bauchuntersuchungen des Darmzentrums nutzbar sind. Zunehmende Digitalisierung der Daten in allen Bereichen ermögliche im Übrigen schnellere Diagnosen und damit bessere Reaktionszeiten im Notfall. "Modernere Geräte senken außerdem die Strahlung beim Röntgen auf rund zehn bis dreißig Prozent - verglichen mit Filmsystemen", schätzt der Facharzt für Radiologische Diagnostik.

Und so hatte Peter Impekoven vor mehr als 200 geladenen Gästen am Mittwoch - darunter der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif, Landrat Werner Stump, Wesselings Bürgermeister Hans-Peter Haupt und zahlreiche niedergelassene Ärzte - bei den Führungen durch die neue Radiologie viel zu erläutern. Zuvor war das Gebäude von Pfarrer Markus Polders eingeweiht worden.

Konzipiert wurde der Bau nach Plänen der Architekten Professor Dipl.-Ing. Hansjoachim Neckenig und Roland Hader. Das Architekturbüro von Dipl.-Ing Klaus Sassen war für die Bauleitung und -ausführung verantwortlich. "Wir sind stolz auf das Netzwerk, das in Wesseling und der Region besteht", sagte Alfons Donat, Geschäftsführer des Krankenhausträgers Maria Hilf Gruppe. "Und wir sind stolz, in Wesseling zu sein und in Wesseling sein zu dürfen.

Der Radiologie-Neubau ist 2010 eines von mehreren Bauprojekten am Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling: Derzeit wird ein Anbau des Bettenhauses errichtet. Weiterhin sind sowohl der Umbau der Ambulanz und der Funktionsräume im Erdgeschoss sowie die Renovierung der Nasszellen in den Patientenzimmern geplant.

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