"Saubere Hände"

Krankheiten Dreifaltigkeits-Krankenhaus nimmt an Aktion der WHO teil

Wesseling. Auf jeder Etage hängt neben den Aufzugstüren ein Hygienespender, an dem sich auch die Besucher die Hände desinfizieren können. Denn saubere Hände schützen - vor Keimen und damit vor Krankheiten. "Rund 90 Prozent aller Keime werden über die Hände übertragen", sagt Doris Ruland, Hygienefachkraft des Dreifaltigkeits-Krankenhauses Wesseling. Um die Mitarbeiter, die Patienten und Besucher über die Relevanz der Händedesinfektion aufzuklären, nimmt die Klinik an der Aktion "Saubere Hände" teil. Dabei handelt es sich um eine internationale Kampagne der WHO (Word Health Organization) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit. 

"Die Hygiene spielt bei uns schon immer eine zentrale Rolle", sagt Dr. Johannes Güsgen, Geschäftsführer des Krankenhaus-Trägers Maria Hilf NRW gGmbH. "Schon lange vor der derzeitigen Hygienediskussion hatten wir beispielsweise beschlossen, an der Aktion ,Saubere' Hände teilzunehmen."

Eine Hygienekommission plant und überwacht die verschiedenen und umfangreichen Hygienemaßnahmen, die unter der Federführung des Ärztlichen Leiters Dr. Dirk Richter, der hygienebeauftragten Ärztin Dr. Sabine Peters und insbesondere der externen Hygienefachkraft Doris Ruland umgesetzt würden.

Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter und individuelle Beratungsgespräche seien selbstverständlich. "Jeder Mitarbeiter kann mich bei Problemen rund um die Uhr erreichen", sagt Ruland. "Außerdem gibt es für die Einhaltung der Hygiene und den Umgang mit Keimen spezielle Verfahrensanweisungen."

Von der Aktion "Saubere Hände" sei die Hygienekommission sofort angetan gewesen. "Wichtig ist uns, auch in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Händedesinfektion zu wecken", sagt Doris Ruland. Viele Keime würden durch mangelnde Hygiene von außen in die Krankenhäuser getragen. "Diese Keimketten wollen wir unterbrechen." Dem tragen die neuen Händedesinfektionsspender in den Fluren des Dreifaltigkeits-Krankenhauses Rechnung.

Doch Desinfektion sei nicht gleich Desinfektion: Zusätzliche Plakate erklären, auf welche Weise die Hände mit der Lösung eingerieben werden müssen. "Ein häufiges Problem ist die Oberflächlichkeit, mit der sich viele Menschen die Hände säubern. Vergisst man beispielsweise die Fingerkuppen oder Fingerzwischenräume, werden nicht alle Keime entfernt", erklärt Doris Ruland.

Auch die Mitarbeiter werden jetzt an einem Infotag noch einmal für die Gründlichkeit bei der Händedesinfektion sensibilisiert: Ein spezielles Gerät macht die Stellen der Hand sichtbar, die nicht vom Desinfektionsmittel benetzt wurden.

Ein 100prozentiger Schutz vor Keimen aber sei trotz aller Maßnahmen ausgeschlossen, sagt Ruland. "Ein Krankenhaus ist ja nicht hermetisch abgeriegelt." Beim Auftreten einer Infektion sei die Vorgehensweise nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts auf jeden Erreger speziell abgestimmt. "Das Spektrum reicht vom Mundschutz bis hin zur Isolation des Patienten in einem Einzelzimmer."

Die Resonanz der Besucher auf die Aktion "Saubere Hände" sei jedenfalls erfreulich: Gerade die Händedesinfektionsspender im Eingangsbereich des Dreifaltigkeits-Krankenhauses müssen wöchentlich mehrfach wieder aufgefüllt werden.

Letzte Änderung: Dienstag, 12.10.2010 12:44 Uhr

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