Von Montserrat Manke
Wesseling. Es war als Sommerfahrt angekündigt, obwohl der Herbst doch schon längst da ist: "Aber wir mussten ja warten, bis Detlev Seif einen Termin frei hatte", sagte Organisator Sebastian von Lassaulx, der die siebte Motorradfahrt der CDA Wesseling organisiert hatte.
An der Tankstelle am Kreisel Ahrstraße trafen sich die Biker frühmorgens mit ihren Maschinen, und da gab es reichlich tolle "Moppeds" zu bewundern - unter anderem die wunderschöne Moto Guzzi des Wesselingers Peter Pfumfei, der seine Maschine schon 34 Jahre inne hat und damit schon bis nach Südtirol unterwegs war.
Seif, der letztes Jahr zum ersten Mal im Rahmen seines Wahlkampfes dabei war, hatte damals versprochen, wenn er gewählt wird, kommt er wieder. Zwar kam der CDU-Bundestagsabgeordnete mit einer Leihmaschine (BMW F800 ST), aber mit genauso viel Spaß wie die anderen 26 Kradfahrer.
Von Wesseling aus ging es "gemütlich" in kleinen Grüppchen in die Eifel, und die rund 280 Kilometer lange Strecke war geheim. Nur soviel wussten die Ausflügler: Zum Mittagessen gibt es Wacholderrahmragout - das mussten sie nämlich wegen der Vorbereitung auf dem Zettel ankreuzen.
Mit dabei waren auch Lothar Meller und Eric Fries, die den Aufruf im Werbekurier gelesen hatten. Fries hat auf seiner Honda CB 1000 R in drei Monaten 4000 Kilometer "runtergerissen" - und das nach 20 Jahren Motorradpause. Meller gab unumwunden zu: "Es hat gejuckt", als er die Vorankündigung gelesen hatte. Er fährt aber auch sonst viel mit seiner BMW 1150 RT in der Eifel, dem allseits bekannten Mekka der Moppedfreunde.
Sebastian von Lassaulx, der eine BMW R 1200 R fährt, hatte als Sozia seine Frau Andrea dabei. Ob sie denn nicht selber den Führerschein machen wolle, fragte die Redaktion: "Ne, als Sozia ist es doch viel schöner", gestand die Urfelderin.
Eine, die zweieinhalb Jahre bei ihrem Freund "hinten drauf" saß, ist Marika Reichelt. Doch dann machte sie mit 54 Jahren ihren Motorradführerschein und hat in zwei Jahren schon 44 000 Kilometer "auf der Uhr" mit ihrer BMW F 650 GS. "Es ist die unglaubliche Freiheit, die man auf dem Motorrad hat. Und man sieht so viel", schwärmte die technische Sachbearbeiterin aus Urfeld, die übrigens als einzige Frau mitfuhr.



