Ehrenfeld (an). Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung Ehrenfeld, einen städtebaulichen Planungswettbewerb für das Heliosgelände auszuloben. Der Antrag der SPD sieht darüber hinaus vor, dieser Planung einen Architektenwettbewerb folgen zu lassen. Die Planung soll aber nicht nur von Fachleuten entworfen, sondern auch mit den Bürgern erarbeitet werden.
Die Fraktionsvorsitzende Petra Bossinger begründete den
Antrag damit, dass die vorausgegangene Informationsveranstaltung in
der Borsigstraße gezeigt habe, wie groß das Interesse der
Bürger an der Planung sei. Auch Christiane Martin von den
Grünen betonte die Wichtigkeit, bereits bei der Planung den
Bürgerwillen einfließen zu lassen. Marlis Pöttgen
(FDP) warnte davor, nur die Vorstellungen von Interessengruppen bei
der anstehenden Planung zu realisieren, die ihre Anhänger am
besten mobilisieren könnten. Es müssten alle
Interessenvertreter Berücksichtigung finden.
Die CDU brachte zu Beginn noch einen Änderungsantrag ein. Die
Fraktion wollte den städtebaulichen Wettbewerb als
"Workshop" verstanden wissen. Dieser "Workshop"
sollte mit Bezirksvertretern, Fachberatern aus der Verwaltung sowie
Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses besetzt sein.
Außerdem sprach sich die Fraktionsvorsitzende Jutta Kaiser in
dem Antrag dafür aus, in der Planung eine "Symbiose mit
den Nachbarstraßen" anzustreben. Miteinbezogen werden
sollten auch der Bereich Vogelsanger Straße vom
Ehrenfeldgürtel bis zur Oskar-Jäger-Straße, die
Lichtstraße und der Grüne Weg. Die CDU zog den
Änderungsantrag jedoch im Verlauf der Diskussion zurück,
um sich nicht gegen das Verfahren zu sperren.
Die Bürgerbeteiligung innerhalb des sich anschließenden
Bebauungsplanverfahrens wird durch diese Maßnahme nicht etwa
ersetzt, sondern, wie bereits in der Bezirksvertretung beschlossen,
ebenfalls durchgeführt.
