Köln. Die Stadt Köln beabsichtigt beim Land, einen Antrag auf Teilnahme am Modellversuch "Gemeinschaftsschule" einzureichen. Dieser wird aber nur genehmigt, wenn bei den Erziehungsberichtigten der Grundschüler, ein ausreichendes Interesse besteht.
Vorgesehen sind drei Standorte: Rochusstraße 145-147 in
Bickendorf und Ferdinandstraße 43 in Mülheim, beides
zurzeit Montessori-Hauptschulen und die Hauptschule Wuppertaler
Straße 19 in Buchheim. Schuldezernentin Dr. Agnes Klein
fordert schon lange Möglichkeiten, die Kölner
Schullandschaft mit flexiblen, innovativen Konzepten weiter zu
entwickeln, um die Potentiale der Schüler durch individuelle
Förderung komplett auszuschöpfen. Mindestens 69 Eltern
von Schülern in den dritten und vierten Klassen müssen
bei einer Umfrage des Schulverwaltungsamtes angeben, dass sie sich
für die Gemeinschaftsschule entscheiden würden. Diese
Fragebögen werden von den Klassenlehrerinnen an rund 4.470
Kinder, die in Grundschulen in der Nähe der vorgesehen
Hauptschulen gehen, verteilt. Klein appelliert an die Elternschaft,
sich zahlreich an der Befragung zu beteiligen. "Nur so
können wir die Wünsche erfüllen, die Eltern
zunehmend artikulieren." Durch eine erste Befragung im Herbst
2009 hatte ergeben, dass eine deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit der
Eltern von Grundschülern, dem gegliederten Schulsystem
kritisch gegenüber steht.
