Schneeräumen auf Dächern - aber sicher!

Informationen für Hauseigentümer und Handwerksbetriebe

Wesseling. Die Erfahrungen zeigen, dass vor der Räumung von Schneelasten auf Dächern die rechtzeitige Planung und Durchführung/Festlegung von Maßnahmen gegen Absturz von Personen unerlässlich ist. Hierdurch wird ein schnelles und sicheres Arbeiten erst möglich.

 Unvorbereitete "Ad-hoc"-Aktionen hingegen können zu schwersten Unfällen und erheblichen Schäden mit den damit verbundenen Kosten führen. Mit Blick auf die eigene Sicherheit und Gesundheit sollten Eigentümer/ Betreiber/ Hausmeister von Häusern und Gebäuden das Schneeräumen auf Dächern besser Profis, wie Dachdeckerunternehmen, Gebäudereinigungsbetrieben oder der Feuerwehr, überlassen.

Grundsätzlich gilt: Schneeräumen auf Dächern nur mit Sicherung. Um Unfälle zu verhindern, müssen Personen bei der Räumung des Daches gesichert werden. Besonderes Augenmerk ist wegen der Absturzgefahr auch darauf zu legen, dass vom Schnee und Eis überdeckte Dacheinbauten, z. B. Dachflächenfenster, nicht betreten werden.

Das Dach muss beim Betreten auch bei der bereits vorhandenen Schneebelastung noch standsicher sein. Dabei ist auch zu prüfen, ob die Dacheindeckung für ein Betreten geeignet ist. Gegebenfalls ist durch einen Statiker zu beurteilen, ob das Dach trotz Schneelast noch betreten werden darf. Auch die Vorgehensweise bei der Schneeräumung kann zu statischen Problemen führen. So kann es beispielsweise Stabilitätsprobleme geben, wenn das Dach zunächst komplett auf der einen Seite geräumt wird, bevor auf der anderen Seite mit dem Abtragen des Schnees begonnen wird. In der Regel empfiehlt es sich, das Dach auf beiden Seiten möglichst gleichmäßig zu entlasten und den Schnee abschnittsweise und dabei jeweils abwechselnd auf der einen und der anderen Dachseite abzutragen.

Die mit Schneeräumarbeiten beauftragten Betriebe sollten im Voraus die zu erwartenden Gefährdungen für die Beschäftigten ermitteln und die erforderlichen Schutzmaßnahmen festlegen und ergreifen. Aus der Gefährdungsbeurteilung können sich beispielsweise folgende Maßnahmen ergeben: - Ist kein Innenaufstieg vorhanden, muss ein sicherer Aufstieg auf das Dach festgelegt werden. Dabei besteht beim Übersteigen auch von einer ausreichend langen Anlegeleiter durch Ausrutschen auf der verschneiten oder vereisten Dachfläche erhebliche Absturzgefahr. Eine sichere Aufstellfläche muss vorhanden sein, der Leiterfuß ist gegen Wegrutschen zu sichern.

Auch beim Einsatz eines Treppenturms muss der Überstieg gesichert erfolgen, d. h. durch ein Geländer im absturzgefährdeten Bereich oder eine feste Absperrung. - An den Absturzkanten müssen feste Umwehrungen von mindestens ein Meter Höhe vorhanden sein. Absperrungen zur Begrenzung des absturzgefährdeten Bereiches müssen 2 m Abstand von der Dachkante haben. - Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz müssen vom Unternehmer bereitgestellt und von den Beschäftigten benutzt werden.

Für den Einsatz von Anseilschutz müssen Anschlageinrichtungen auf dem Dach vorhanden sein. Über die sichere Benutzung des Anseilschutzes sind die Beschäftigten, die auf dem Dach Arbeiten ausführen sollen, zu unterweisen. Hierzu muss eine Betriebsanweisung erstellt werden, die alle erforderlichen Hinweise für einen sicheren Umgang gibt sowie die Gefahren entsprechend der Gefährdungsermittlung beschreibt. - Eingebaute, nicht durchtrittsichere Lichtkuppeln, Lichtbänder oder Rauchabzugsklappen sollten z. B. durch Markierungsstäbe rechtzeitig vor dem ersten Schneefall gekennzeichnet werden. Sie sind mit Seitenschutz zu umwehren, mit Schutzabdeckungen zu versehen oder mit Schutznetzen abzudecken. - Gefahrenträchtige Stellen auf den Dächern - insbesondere besonders glatte Stellen, Verwehungen und damit nicht einsehbare Dachkanten - verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Letzte Änderung: Donnerstag, 30.12.2010 11:52 Uhr

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