Üppig wuchernde Linienführungen

Bilder von Marcello Mercado in der galerie.bruehl

Brühl (huz). Marcello Mercado, italienisch-argentischer Brühler, ist in Südamerika ein gefeierter Star. Warum zeigt er bis 12. Februar in der galerie.bruehl, Uhlstraße 2, mit Papierarbeiten in seiner Ausstellung "Mapping".
Der Künstler bewegt sich interdiziplinär auf den Feldern Malerei, Video, Biokunst, Objekt, Installation, Klangkunst und im Rahmen von Netzprojekten. Sein vielfältiges Werk ist gekennzeichnet durch das Aufeinandertreffen von Robotik und Biologie, von Virtuellem und Realem, Materiellem und Feinstofflichem. Und auch in seiner jüngsten Auseinandersetzung mit dem klassischen Medium der Zeichnung lässt Mercado in seiner Wahlheimat Elemente aufeinandertreffen, die zunächst disparat erscheinen.
Auf großformatigen Papierbögen erschafft er Bildräume, die durch üppig wuchernde Linienführungen gekennzeichnet sind. Hierfür schickt er selbstgebaute Zeichenroboter, bei denen er Stifte mit mechanischen Spielzeugen, Vibrationsalarmfunktionen von Handys oder Rotationsbewegung von elektrischen
Zahnbürsten koppelt, auf ihre Reise über den Bildgrund.
Dort schaffen sie vielfältigste Linienstrukturen, sie schleifen und punktieren, hier vibrieren sie spiralförmig oder bewegen sich in zackigem Staccato über das Papier, hinterlassen geheimnisvolle Spuren, die jenen im Schnee nicht unähnlich sind.
"Doch Mercado überläßt dem Automaten nicht das Feld - er interveniert, lenkt und stoppt, kommentiert die Liniengefüge mit frei schwingenden, gestischen Übermalungen, um auch diese wieder mit vielgestaltigen Liniengespinsten der Zeichenroboter zu überziehen", sagte Galeristin Nicole Ritter bei der Eröffnung gemeinsam mit Martin Nieswandt.
In "Mapping", englisch für Kartierung oder auch topographische Dokumentation, bewegt sich der Blick stetig zwischen Nah und Fern, zwischen endlos scheinender Feinstruktur und bestimmt gesetzter malerischer Geste. Der Betrachter erlebt eine faszinierende Reise durch die von Marcello Mercado geschaffenen Bildräume.
Die Ausstellung ist zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: montags bis freitags 10 bis 13 Uhr sowie 14 bis 18 Uhr und samstags 11 bis 14 Uhr.

Letzte Änderung: Montag, 17.01.2011 12:18 Uhr

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