Wesseling (dju). "Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche."
So zitierte Bürgermeister Hans-Peter Haupt den legendenumrankte italienische Ordensstifter Franz von Assisi. Und weiter sagte der Bürgermeister: "Und eine vergleichbare Zuversicht brauchen auch wir, um in Wesseling etwas zu bewegen beziehungsweise die Lebensqualität in unserer Stadt zu halten und zu verbessern."
Das Stadtoberhaupt hatte zum Neujahrsempfang in das Rheinforum eingeladen. Repräsentanten aus allen Bereichen des städtischen Lebens waren eingeladen und hörten zu, wie Bürgermeister Haupt zunächst den finanziellen Rahmen der Stadt darlegte.
Die Stadt hat im Jahr 2010 einen Nothaushalt gehabt und der sei auch in diesem Jahr zu erwarten. "Der Schuldenberg lähmt die Kommunen", zitierte Haupt den Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer.
Dadurch seien Bürgermeister und Rat die Hände gebunden. Dennoch müsse die Stadt wieder zügig wieder zu einem ausgeglichenen Haushalt kommen. Das werde sowohl große Anstrengungen auf der Einnahmen- wie auch auf der Ausgabenseite erforderlich machen.
Einige einschneidende Beschlüsse wie höhere Eintrittspreise für das Schwimmbad oder die Nutzungsgebühr für Sportstätten sei bereits gefasst worden, dennoch führe kein Weg an weiteren Anstrengungen zur nachhaltigen Haushaltskonsolidierung vorbei.
Als Gegenpol dazu sei ein starkes Engagement der Bürgerinnen und Bürger der Stadt umso wichtiger. Daher werde es künftig zu wichtigen kommunalpolitischen Themen Bürgerforen geben.
Bereits laufende Projekte wie Helfende Hände Wesseling, seien eine beeindruckende Initiative. "Es ist schon erstaunlich, wie viele Wesselinger Mitbürgerinnen und Mitbürger sich jetzt schon einbringen.
Sie alle tun das, was sie für notwendig halten und was ihnen möglich ist, und bringen damit Wesseling weiter", freute sich Haupt über das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. Und weiter: "Sie tragen zur Lebensqualität in unserer Stadt bei und legen den Grundstein, damit sie auch eine Zukunft hat."
Für das Jahr 2011 schaute Haupt optimistisch nach vorne. Höchste Priorität habe der Bildungsbereich. Es gelte die Bildung zu stärken und zu verbessern. Daneben werde die Stadt schöner werden, da sich Wesseling durch die Baumaßnahmen von Ruttmanns Wiese und der Freitreppe zum Rhein hin zum Fluss hin öffnen werde. Ganz wichtig sei es dabei, die Bürgerinnen und Bürger noch stärker mitzunehmen.
Darüber hinaus sei die Vermarktung des neuen Wohngebietes Eichholz gut angelaufen. Dadurch werde Wesseling wachsen. Dies würde für die Stadt auch einen höheren Anteil an der Einkommensteuer bedeuten und somit käme auch mehr Kaufkraft in der Stadt; dies käme auch dem Einzelhandel zugute.Dazu passe auch, dass durch den Einzug von Woolworth die Fußgängerzone belebt werde.
Anlässlich des Neujahrsempfang übergab Prinz Horst II eine Spende in Höhe von 1.111,11 Euro für das neue Projekt "Zeit für Dich - Wesseling". Dabei sollen Ehrenamtliche die Angehörigen von dementen Menschen im häuslichen Bereich entlasten.
















