Von Montserrat Manke
Berzdorf. 28 Jahre prägten die zwei riesigen Kupferkessel vor dem schmucken Haus der Juds das Bild auf der Sternenstraße. Im Frühling fing der Kirschlorbeer an zu sprießen, und dieses Jahr hatte Ursula Jud den Kessel gleich vor dem Hauseingang mit bunten Stiefmütterchen bepflanzt.
Doch nun ist alles aus, in der Nacht von Aschermittwoch auf Donnerstag stahlen Unbekannte die beiden etwa 80 Kilo schweren Kessel, den einen gleich mit den Blümchen, die Bepflanzung aus dem zweiten Gefäß rissen die Übeltäter heraus und warfen sie achtlos auf den blitzsauberen Gehweg.
"Wenn unser Hund noch gelebt hätte, wäre das nicht passiert - er hätte Alarm geschlagen", erinnert sich die Hausherrin mit Wehmut an Sammy, den Westhighland Terrier, der Silvester verstarb.
So aber konnte niemand die Bösewichte, die irgendwann nach 23 Uhr zugeschlagen haben müssen, aufhalten: "Wir sind sehr, sehr traurig. Die Kessel haben wir zur Hochzeit bekommen und sie standen genauso lange hier, wie wir hier wohnen".
Die Tochter von Ursula und Ernst-Georg, Sandra Jud, ist bei der Polizei und wusste der Mutter von zahlreichen Diebstählen dieser Art zu berichten: Gerade auf Friedhöfen würde der Kupferklau immer schlimmer.
"Wir ärgern uns so. Man möchte es schön machen, auch für die anderen, und dann so etwas", zeigt sich die gebürtige Kölnerin enttäuscht. Und ob an die gleiche Stelle noch einmal Kübel oder Kessel zur Verschönerung des Dorfes beitragen werden, weiß die bestohlene Familie im Moment noch nicht. Die Juds haben Anzeige erstattet, Hinweise bitte an die Polizei.


















