Von Montserrat Manke
Wesseling. Normalerweise stelle ich die Fragen, aber heute war es genau umgekehrt: Neun Kinder der Projektgruppe "Zeitung" haben mich in die Lessingschule eingeladen, und am Lehrerpult sitzend darf ich den Neun- bis Zehnjährigen Jungredakteuren mein Wissen zur Verfügung stellen.
Und sie sind ganz schön neugierig, die Nachwuchstalente in Sachen Zeitung: Wie wird man Redakteur, wie findet man die Ideen, wie entsteht eine Zeitung, wie macht man sie spannend und was kann man verdienen.
Während des Gespräches wird schnell klar, dass die Art und Weise, wie jede Woche der "Werbekurier" entsteht, gar nicht so anders ist, wie das Projekt "Sonnenblumen Express", die Zeitung, die innerhalb der Projektwoche der Grundschule entstehen wird und am Freitag bei der Präsentation aller Projekte verkauft werden soll.
Auch die Schulkinder haben sich zusammen gesetzt und überlegt, wie man die Zeitung lebendig gestalten könnte, haben sich mit Stift und Fotoapparat bewaffnet und Reportagen über die anderen Projekte gemacht, diese am Computer aufgeschrieben und gesetzt, die Bilder dazu bearbeitet und eingehoben und alles auf "Format" gebracht.
Die Themen im Blatt sind vielfältig, neben Reportagen über das Zirkusprojekt und "Mit allen Sinnen" gibt es eine Mädchenseite, Infos zu DSDS und einen Artikel über die Kunstprojektgruppe.
Und auch der "Sonnenblumen Express" wird richtig echt in einer Druckerei durch die Maschinen laufen um dann druckfrisch an die Schulkinder verkauft werden zu können.
Zum Schluss gebe ich den aufmerksamen Reporterinnen und Reportern noch ein paar Tipps mit auf den Weg, wie man mit einfachen Mitteln den Leser in seinen Bann zieht, wir schauen uns zusammen eine Tageszeitung an, und ich erkläre, wie wichtig Überschriften, Fotos und die Bildunterschrift sind, und das der Vorspann des Textes darüber entscheidet, ob der Leser in die Geschichte "einsteigt" oder nicht.
Dann "dackeln" wir alle mit Projektgruppenleiterin Monika Engels-Welter im Schlepptau auf den Schulhof, wo ich noch ein Foto von Musab, Sidar, Lisa, Adelina, Ruth, Onur, Ishaan, Alex, Benny und der Moni schieße, und ich bitte die Kinder, ihre selbst gefertigten (und sehr professionell aussehenden) Presseausweise in die Kamera zu halten. Denn eins ist mal klar: Mit Presseausweis kommt man in dem Job einfach weiter.
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