Von Montserrat Manke
Wesseling. Seit über 30 Jahren sammelt die katholische Jugend im Dekanat der Stadt am Rhein zweimal im Jahr Altkleider und Schuhe, das ganze ist besser bekannt unter dem Namen "Missio".
Und wo woanders, wenn man beispielsweise die Altkleider in die bekannten Container wirft, privater Profit erzielt wird, dienen diese Sammlungen ausschließlich dem guten Zweck: Zwei Drittel des Erlöses durch den Verkauf an beispielsweise "Kolping Recycling" gehen an soziale Projekte im In- und Ausland, ein Drittel wird immer für die katholische Jugendarbeit in Wesseling verwendet.
Von der Aktion 2010 wurden zwei Drittel für die Erdbebenopfer in Haiti gespendet und das letzte Drittel in Höhe von 760,29 Euro wurde jetzt an Dorothea Böcker von der Caritas Beratungsstelle Wesseling überreicht.
Das Geld wird zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder in der Stadt am Rhein verwendet werden. Beispielsweise werden damit Tagesausflüge, an denen die Kinder sonst nicht teilnehmen könnten, bezahlt.
"Die Not ist groß, das vergangene Jahr war schlimm", sagt Böcker. Denn alleine im vergangenen Jahr wären viele Frauen mit Kindern gekommen, deren Väter bei der Chemie auf Kurzarbeit waren. Und auch der "Babykorb", wo man Sachen für die Allerkleinsten bekommt, habe großen Zulauf: "Wir brauchen ständig Sachen", sagt Böcker.
Die nächste Sammlung ist Samstag, 7. Mai, zwei Drittel sind dann für die Opfer der Erdbeben von Haiti und Japan. Kleidersäcke sollen dann gut sichtbar bis 8.30 Uhr an den Straßenrand gestellt werden, oder man kann die Sachen direkt abgeben: bis 14 Uhr auf dem Sammelplatz Eichholzer Straße/Vogelsang (Kirmesplatz).










