Von Montserrat Manke
Keldenich. Was für ein Einsatz, was für ein Aufwand! Eine Woche verbrachten alle Schülerinnen und Schüler der Schillerschule nicht in der Schule, sondern auf dem ehemaligen Kirmesplatz "Am Vogelsang".
Hier lernten sie jeden Tag von 8.15 bis 12.15 Uhr und von 16 bis 19 Uhr für die gesamt vier Vorstellungen mit dem Zirkus "Zappzarap". Und ein solches Mammutprojekt mit 392 Kindern kann man nur verwirklichen, wenn die Eltern mitziehen: Jeden Tag waren gut 50 Eltern mit auf dem Platz und betreuten die Kleinen, die in Gruppen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Zirkusnummern einstudierten.
15 Programmpunkte wurden während der Projektwoche einstudiert und an zwei Tagen in vier Vorstellungen im ausverkauften Zelt dem staunenden Publikum präsentiert. Zu sehen gab es all das, was einen Zirkus ausmacht: Akrobatik, Jongalge, Zaubern, Clowns, Seilspringen und -tanz, Diabolo, Feuerspiele, Tierdressur mit Kindern als Tiere, Trommeln und Trapez.
Die Kinder konnten sich im Vorfeld aussuchen, wo sie mitmachen wollten, und als die Redaktion kurz vor der Premiere die kleinen Akteure befragte, was denn am meisten Spaß gemacht hat, war die Antwort einhellig: "Einfach alles".
Finanziert wurde das Mega-Projekt über die Eintrittspreise, 4000 Euro an Geld- und 2500 Euro an Sachspenden. Rund um das riesige - und ebenfalls von Eltern aufgebaute - Zirkuszelt waren Stände mit Essen und Trinken aufgebaut, und einige Kinder hatten "Bauchläden" vor der Brust und verkauften Popcorn und mehr.
Am Ende hatten 1400 Zuschauer die Show gesehen, und der tosende Applaus war der Lohn der fleißigen Kinder. Die waren natürlich nach so einer aufregenden Woche immer noch voll im Zirkusfieber, und stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler sei an dieser Stelle die kleine Melina (8) zitiert, die sagte: "Es war so toll, ich bin ganz traurig, wenn es vorbei ist".










