Von Montserrat Manke
Wesseling. Die Stadt am Rhein trauert um Monsignore Lothar Maßberg, der bis zu seiner Pensionierung 2004 genau 40 Jahre als Pastor der katholischen Gemeinde an St. Germanus tätig war. Er verstarb im Alter von 79 Jahren in Brühl.
Lothar Maßberg war beliebt in der Gemeinde, wie kaum ein Zweiter. "Er hat das Gemeindeleben und das Miteinander unglaublich geprägt", sagte Monika Engels-Welter, Vorsitzende der Frauengemeinschaft an St. Germanus. "Ich war noch nicht auf der Welt, da war er schon Pastor, und er ist in Ruhestand gegangen, da war ich verheiratet und hatte schon Kinder".
So wie Engels-Welter mag es vielen Wesselingerinnen und Wesselingern gehen: Sie alle haben ihre ganz persönliche Geschichte mit dem Geistlichen, der stets ein offenes Ohr für seine "Schäfchen" hatte.
Maßberg war die Seelsorge am Menschen wichtig und er war der Initiator vieler Jugendfreizeiten. Untrennbar mit dem Gottesmann verbunden ist die Geschichte von St. Germanus: Er war maßgeblich an der Planung und dem Bau des neuen Pfarrheims beteiligt.
Das neue Zentrum sollte insbesondere das Miteinander in der Gemeinde fördern. So fanden dort zahlreiche Theateraufführungen statt, bei denen Maßberg oftmals selber auf der Bühne stand.
Eine besondere Ehre wurde ihm 1994 zu Teil, als Papst Johannes Paul II ihn zu seinem Ehrenkaplan ernannte. Für seine Verdienste wurde Maßberg im Jahr 2001 mit dem Ehrenring der Stadt Wesseling geehrt. Im Jahr 2002 erhielt er sogar das Bundesverdienstkreuz.
Zwei Jahre später gab Lothar Maßberg sein Amt an Pfarrer Markus Polders ab. Dem aktiven Gemeindeleben war Maßberg so lange es gesundheitlich ging durch den Besuch der heiligen Messe auch nach seiner Pensionierung treu geblieben.
Dienstag, 26. April wird Maßberg um 10 Uhr auf dem Friedhof
an der Kirche St. Ursula in Bedburg-Lipp beerdigt. Die
Auferstehungsmesse wird ebenfalls Dienstag um 14 Uhr in Wesseling
in St. Germanus gefeiert.










