Von Montserrat Manke
Urfeld. Der Preis, der bleibt ein Geheimnis. Und es war aus Thomas Krumbach vom Urfelder Jungesellenverein auch nicht herauszukitzeln, mit wie vielen Euros Sascha Dreier seine Sandra Glatzka ersteigert hat, und die beiden somit das neue Maipaar des seit 128 (!) Jahre bestehenden Vereins sind. Nur so viel zum Prozedere: Der, der am meisten für seine Holde bietet, darf mit ihr gemeinsam ein Jahr den Verein repräsentieren.
Da war ganz schön viel "gebacken", letzten Samstag in Urfeld. Überall Menschen auf der Rheinstraße, der Dorfplatz festlich geschmückt und abgesperrt, dazu strahlender Sonnenschein und fröhliche Musik.
Denn auch in Urfeld feiert man den Beginn des Wonnemonats Mai mit einem Fest, welches mit dem Umzug durch das Dorf beginnt, dem Aufstellen des Maibaumes durch die Feuerwehr und der Krönung des neuen Maipaares weiter geht, und nach der tollen Party sein Finale mit dem Setzen der Maibäume finden.
Dieses Jahr war es etwas anders, denn der Maibaum stand schon auf dem Dorfplatz. Die Windverhältnisse hatten die Feuerwehr dazu veranlasst, die geschmückte Birke schon im Vorfeld aufzustellen, "damit sie niemand auf den Kopf fällt", erklärte Krumbach.
Aber ansonsten lief es reibungslos, und die ein oder anderen Urfelder Anwohner werden diese Mainacht sicher noch länger in Erinnerung behalten, denn das nächtliche Maibaumsetzen ist zwar ein großartige Tradition, aber mitunter eine recht laute.
So wurde am Domskuhlweg beispielsweise um kurz vor 5 in der Früh ein Maibaum noch mal schnell mit der Kettensäge zurechtgestutzt, bevor es mit viel Gekicher ans Anbringen ging. "Aber damit haben wir nichts zu tun", erklärte Insider Krumbach: "Das waren die Junggesellen aus dem Vorgebirge".










