Wesseling. Eines sollen seine Bilder auf keinen Fall sein: trist. Geradezu überschwänglich setzt Klaus Wünnenberg Farben in seinen Ölbildern und Aquarellen ein.
Und so könnte der Titel seiner vom Kunstverein Wesseling im Dreifaltigkeits-Krankenhaus initiierten Ausstellung passender kaum sein: Bis zum 2. Juni können die Patienten und Besucher in Wünnenbergs "Schöne farbige Welt" eintauchen.
Präsentiert werden die knapp 20 Werke in den Fluren des Erdgeschosses und der Cafeteria des Dreifaltigkeits-Krankenhauses Wesseling. Dessen Kaufmännische Leiterin, Alexandra Dierkes, freute sich bei der Vernissage sehr, "wieder einen engagierten heimischen Künstler gewonnen zu haben, der unseren Patienten und Besuchern den Aufenthalt verschönert".
Besonders inspirieren lässt sich Klaus Wünnenberg von seiner Geburtstadt Köln sowie seinen Reisen in die Tropen und Subtropen. "Deren Lichtfülle und Farbenrausch haben bei mir tiefe Eindrücke hinterlassen, die ich in meinen Gemälden wiedergeben möchte", sagt der 73-Jährige, der heute in Wesseling lebt.
Wünnenberg setzt starke Kontraste gegeneinander - blautürkis gegen rotviolett oder zitronengelb gegen ultramarin. Natürlich schimmert auch der Kölner Dom immer wieder in schillernden Farben.
"Meine Bilder enthalten außerdem verschlüsselte, surrealistische Botschaften", erklärt Wünnenberg, der ansonsten Expressionisten und Kubisten wie August Macke und Lionel Feininger zu seinen Vorbildern zählt.
In den Werken wolle er zwar persönlichen Lebenserfahrungen einen Ausdruck verleihen, aber oft auch gesellschaftliche Probleme darstellen. Wie beispielsweise im "Balkanischen Stilleben", das die ethnischen Konflikte im früheren Jugoslawien thematisiert.
Mehr Infos: www.krankenhaus-wesseling.de










