Von Detlev Junker
Wesseling. Eine brillante Aufführung zeigte das Phoenix Theater Wesseling im Kleinen Theater des Rheinforums. Das Theater präsentierte das Schauspiel "Die Grönholm - Methode" von Jordi Galceran.
Ein Stück, welches seit der Uraufführung 2003 ein Dauerbrenner auf europäischen Bühnen ist. Bissig und ausgesprochen unterhaltsam erzählt das Werk von der unerbittlichen Konkurrenz auf dem heutigen Arbeitsmarkt und dem Wahn um die Ressource Mensch.
Eine Bewerberin und drei Bewerber haben sich zur Endrunde eines Auswahlverfahrens für eine attraktive Managerposition eingefunden. Sie werden mit einer höchst ungewöhnlichen Bewerbungssituation konfrontiert: Es gilt, unterschiedliche Aufgaben zu lösen, wobei die vier ganz auf sich gestellt sind.
Jeder einzelne muss sich bewähren, ohne wirklich zu wissen, mit welchem Ziel die Aufgaben gestellt wurden oder was von den Bewerbern erwartet wird. Schon die erste Aufgabe sät Misstrauen. Beim Kampf um den begehrten Posten, der immer ungewöhnlichere Mittel fordert, wird auch das Privatleben der Bewerber nicht ausgespart. Es wird gelogen und geblufft, bis sich die Balken biegen.
Unter der Regie von Christa Rockstroh begeisterten die Schauspieler Chris Schulz, Sven Djurovic, Romina Bursy und Christopher Wartig - allesamt Absolventen des Deutschen Zentrums für Schauspiel und Film - mit einer gelungenen schauspielerischen Leistung und zogen bei ihrem Psychokrieg um den Job das Publikum in ihren Bann.
Das Stück wird am 14. Mai ab 20 Uhr nochmals im kleinen Theater im Rheinforum aufgeführt.
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