Von Montserrat Manke
Keldenich. Geht es Ihnen auch so? Immer wenn ich die Biene Maja sehe, schießt sofort diese Liedzeile in meinen Kopf: "In einem unbekannten Land... vor gar nicht allzu langer Zeit...". Und so war es auch am Sonntag beim Schwingeler Hoffest, als Moderator Wilfried Koehler die Biene Maja ankündigte. Glücklicherweise konnte man das einprägsame Stück gleich lautstark mitsingen, denn als die lebensgroße Biene Maja auf die Bühne geholt wurde, stimmte die Wesselinger Band "intune", die das 19. Schwingeler Hoffest musikalisch begleitete, natürlich den Erfolgssong von Karel Gott an.
19 Jahre schon laden der Krankenhausförderverein und der Kunstverein zum Benefizfest für das Dreifaltigkeitskrankenhaus ein, und das Konzept ist von Anbeginn eine einzige Erfolgsgeschichte: Mit dem Krankenhaus auf Du und Du, könnte man sagen.
Denn den ganzen Sonntag lang waren wieder viele Mitarbeiter des Wesselinger Hospitals im Einsatz und verkauften Lose, "ploppten" Popcorn, zapften Bier, spülten Kuchenteller, spielten mit Kindern und bliesen Ballons auf.
Aber nicht nur die Krankenhauscrew war fleißig, auch Mitarbeiter der Stadt halfen, und die Evonik hatte ein großes Team zum Grillen entsendet. Das die Evonik jedes Jahr so stark vertreten ist, hat sogar einen historischen Hintergrund: Einst wurde von der Chemischen Fabrik Wesseling - der heutigen Evonik - eine Stiftung eingerichtet, damit in der Stadt am Rhein ein Krankenhaus gebaut werden konnte.
Daneben waren natürlich auch die Vereinsmitglieder des Kunstvereins im Einsatz, unter anderem konnten Kinder unter Anleitung Blumen für ein Wesseling Bild malen, welches im Rathaus aufgehängt werden soll.
Bei der Begrüßung gratulierte Jürgen Dohmeier anerkennend dem Krankenhauschef Dr. Johannes Güsgen zur Ernennung zum Professor: "Immer wenn ein neuer Professor den Orbit betritt, dann wird das Wetter gut. Heute ist Professorenwetter", sagte der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Dreifaltigkeitskrankenhauses. Der Verein sei mit einer Mitgliederzahl von über 1000 übrigens der zweitgrößte dieser Art in ganz Deutschland, wie Wilfried Koehler mit Stolz erzählte.
Zur Eröffnung der Kunstausstellung mit großformatigen Werken von Dankmar Bangert de Vondel sang gekonnt der Männer Gesangs Verein in der Scheune des Schwingeler Hofes.
Zwei Arbeiten des Künstlers waren beim letzten Kunstpreis nominiert und die ausgestellten Bilder stellten einen Querschnitt der Arbeiten de Vondels dar. Das Bild "Parataxe" beispielsweise, die große Welle nach Hokusai, zeigt eine Methode der Bildwahl und Bildaufteilung, die der Künstler 1985 entwickelte und teilweise heute noch benutzt: Die ganze Bildfläche wird in Stücke zerteilt, die unregelmäßig geformt spiralig um den Mittelpunkt kreisen.
Die genaue Summe des Erlöses steht noch nicht fest, aber Dohmeier geht erfahrungsgemäß von knapp 10 000 Euro aus. Es seien nicht ganz so viele Besucher wie sonst dagewesen, wegen Kommunion und Muttertag. "Aber ich persönlich fand es sehr schön, dass es nicht ganz so voll war, sonst schiebt sich immer alles so. Wir hatten nur positive Resonanz", sagte der Vorsitzende abschließend.
Mehr Infos zum Förderverein hier: www.kfvw.de
Und zum Kunstverein hier: www.kunstverein-wesseling.de
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