Wesseling. Die langwierige Parkplatzsuche am Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling und an der Bonner Straße hat ein Ende: Am Freitag hat die Klinik ihr neues Parkhaus nach sieben Monaten Bauzeit feierlich im Beisein des stellvertretenden Landrats Willy Harren und Bürgermeister Hans-Peter Haupt eröffnet.
277 Stellplätze, darunter elf behindertengerechte Plätze, stehen den Besuchern der Klinik und Wesselings zur Verfügung. Zusätzlich können auch Radfahrer ihre Drahtesel unterstellen. Das Parkhaus ist rund um die Uhr geöffnet.
"Wir sind sehr glücklich, jetzt moderne und direkt am Krankenhaus gelegene Parkplätze bieten zu können", sagt Prof. Dr. Johannes Güsgen, der den Bau zusammen mit Dieter Erfurth als Geschäftsführung des Krankenhausträgers Maria Hilf NRW gGmbH initiiert hat.
Bauherr ist die Trägertochter MH NRW Grund und Bau GmbH, die drei Millionen Euro in den zweischiffigen Bau mit sieben Ebenen investierte. "Die Errichtung eines Parkhauses war zudem ein klare Vorgabe der Stadt Wesseling, um eine Baugenehmigung für unseren Bettenhausanbau und den Radiologiekomplex zu erhalten", sagt Dieter Erfurth. Beide Gebäude waren bereits im Herbst fertig gestellt worden, um das Leistungsspektrum der Klinik auszuweiten.
"Baukräne gelten ja als ein Symbol für Wachstum", sagte Wesselings Bürgermeister Hans-Peter Haupt. "Und hier am Krankenhaus haben wir in der letzten Zeit viele Baukräne gesehen. Wir in Wesseling sind froh über diese stete Weiterentwicklung, die auch ein Bekenntnis des Trägers zu unserer Stadt ist."
Das neue Parkhaus selbst ist nicht über die Bonner Straße sondern über eine Zu- und Ausfahrt an der L 300 - der Konrad-Adenauer-Straße - zu erreichen. Markant sind die übersichtliche Wegeführung durch eine grün-blaue Farbgestaltung und die großzügige Raumgestaltung: Die Rampen zwischen den Parkdecks sind breit und bieten somit Spielraum zum Manövrieren.
Die Stellplätze sind nach Angaben der Baufirma Vollack Consult und Bau mit 5,20 Metern Tiefe und 2,50 Metern Breite auch für besonders lange Fahrzeuge geeignet. Für viel Helligkeit sorgen der weiße Deckenanstrich und eine umfangreiche künstliche Beleuchtung: Jeder Stellplatz wird einzeln ausgeleuchtet.
"Die Menschen sollen sich in unserem Parkhaus sicher fühlen und sich nicht, wie anderswo, durch düstere und enge Häuser bewegen müssen", betont Prof. Dr. Güsgen. Die zwei Treppenhäuser wurden mit Notrufstellen und behindertengerechten Aufzügen ausgestattet.
Auch ein Kunden-WC und ein Pförtnerbüro stehen zur Verfügung. Betreiber des Parkhauses ist nicht das Krankenhaus selbst, sondern der Cologne Parkhaus Service (CPS). Die Gebühren wurden bewusst gering gehalten. "Natürlich muss das Parkhaus finanziert werden", erklärt Prof. Dr. Güsgen. "Aber wir wollen damit kein Geld verdienen."
Nach und nach wird dafür der Parkplatz vor dem Dreifaltigkeits-Krankenhaus an der Bonner Straße durch eine Grünanlage ersetzt und nur noch für Notfallpatienten eine Anfahrt freigehalten. "Die Grünanlage wird für noch mehr Wohlfühlatmosphäre an unserem Haus sorgen. Diese Wirkung auf die Genesung der Patienten ist nicht zu unterschätzen", sagt Prof. Dr. Güsgen.

















