Heimische Bauern fühlen sich "alleine gelassen"

"Ehec": Erhebliche Einkommensverluste für Erzeuger

Die Funde von EHEC-Erregern auf Gurken in Norddeutschland, das Ausmaß der Erkrankungen und die Empfehlungen der Institute und Behörden haben in der Bevölkerung zu einer tiefen Verunsicherung geführt. Konsumverzicht bei Frischgemüse ist die Folge. Für die Gemüseerzeuger führt das Zusammenbrechen der Absatzmärkte, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, zu erheblichen Einkommensverlusten.

"Wir fühlen uns als unschuldig betroffene Gemüsebauern vom Staat und seinen Institutionen zunehmend alleine gelassen", stellte nach RLV-Angaben Christoph Nagelschmitz, Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) und selbst Gurkenerzeuger in Wesseling am 1. Juni auf dem Gartenbaubetrieb Theo Germes in Geldern vor Pressevertretern fest. Dabei hätten die genossenschaftlichen Vermarktungseinrichtungen für Obst und Gemüse durch Laboranalysen nachgewiesen, dass ihre Salate, Gurken, Tomaten, Paprika, Radieschen und Kohlarten nicht mit dem EHEC-Erreger kontaminiert seien.

Der gastgebende Betriebsleiter Theo Germes, Vizepräsident des Provinzialverbandes und Vorsitzender der Landsfachgruppe Gemüsebau, baut in seinem Unterglasbetrieb auf rund 30 000 m² Tomaten an. "Durch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher sind viele Gemüsebaubetriebe in ihrer Existenz gefährdet", berichtete der Gemüseerzeuger. Bereits Ende der vergangenen Woche sei Salat gefräst worden, die Kühlkapazitäten für Gurken und Tomaten reichten kaum mehr aus. Damit drohe in Kürze auch die Vernichtung hochwertiger Gurken und Tomaten.

Dabei geschehe alles, was nach menschlichem Ermessen geboten und möglich sei, um eine Verunreinigung von Gemüse mit EHEC-Erregern zu verhindern: Gemüse werde nicht mit Gülle gedüngt und Beregnungswasser werde regelmäßig auf den Keimgehalt untersucht. Bei Tomaten und Gurken kämen Blätter und Früchte nicht mit Beregnungswasser in Berührung, da ausschließlich mit Tropfschläuchen bewässert werde.

Durch die Teilnahme an Zertifizierungssystemen, wie etwa QS, würden die Betriebe regelmäßig hinsichtlich der Einhaltung umfangreicher Auflagen auf die Hygiene und der Wasserqualität kontrolliert. So sei beispielsweise vorgeschrieben, dass bei Gemüse, das vor der Vermarktung gewaschen werde, der letzte Waschgang mit Wasser in Trinkwasserqualität zu erfolgen habe, betonten die beiden Gemüseerzeuger.

"Wir hoffen sehr, mit unserer heutigen Veranstaltung einen Beitrag leisten zu können, dass trotz der anhaltend pauschalen Warnung vor bestimmten Gemüsearten möglichst schnell wieder Vertrauen in unsere rheinischen Produkte und in Gemüse generell zurückkehrt", so Nagelschmitz.

 

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Letzte Änderung: Mittwoch, 01.06.2011 18:59 Uhr

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