Wesseling. Sie sind so dünn wie Kugelschreiber-Minen und machen deshalb ihrem Namen alle Ehre: So genannte "mikroinvasive" Instrumente ermöglichen sehr schonende Eingriffe.
Jetzt hat das Dreifaltigkeits-Krankenhaus mehrere dieser innovativen OP-Instrumente angeschafft, um den Patienten noch besser zu versorgen: Nur 2,8 Millimeter klein sind die benötigten Zugänge - Schnittwunden sind nach der OP keine mehr zu sehen. Eine ebenso winzige Kamera überträgt dabei alle Details der Operation aus dem Körperinneren auf einen HD-Bildschirm.
Eingesetzt werden mikroinvasive Instrumente insbesondere in der Viszeralchirurgie, also bei Operationen des Bauchraums. Erkrankungen an der Gallenblase oder des Blinddarms, Verwachsungen oder die Entfernung von Lymphknoten kommen für die neue Technik beispielsweise in Frage.
Professor Dr. Christoph A. Jacobi, Chefarzt des chirurgischen
Zentrums am Dreifaltigkeits-Krankenhaus, zeigt sich begeistert:
"Jetzt können wir noch schonender als ohnehin schon
operieren." Zum Vergleich: Die Chirurgie operiert bislang in
90 % aller Fälle minimalinvasiv, d.h. mit Schnitten von nur 5,
10 oder 12 mm Größe. Bereits hiermit ist die Klinik
deutschlandweit einer der Vorreiter. Jetzt können mit Hilfe
der Mikrochirurgie die Zugänge und damit die Eingriffe bei
ausgewählten Operationen noch kleiner werden. Weniger
Schmerzen, kürzere Liegezeiten und keine sichtbaren Schnitte:
Die Vorteile für den Patienten sind unübersehbar.
















