Andere Verkehrsregeln, Tempolimits, die rigoros überwacht
und geahndet werden, Straßengebühren als Maut oder mit
Vignette: Wer mit seinem Auto in den nächsten Wochen ins
benachbarte Ausland reist, der kann teure Überraschungen
erleben. Denn die Polizei in den von Urlaubern gerne aufgesuchten
Reiseländern freut sich schon auf die deutschen Autofahrer und
deren Euros.
Nicht nur wegen der schnell gemachten Urlaubsknöllchen,
sondern auch, weil Vergehen ab 70 Euro Bußgeld nun auch in
Deutschland verstärkt eingetrieben werden.
Erste Maßnahme: Sich vor Reisebeginn bei Automobilclubs unter www.adac.de oder www.avd.de oder www.ace.de informieren, wo Überraschungen lauern.
Beispiele: Viele italienische
Innenstädte sind für den touristischen Autoverkehr
gesperrt. Fährt man doch - auch aus Versehen - in eine
gesperrte Zone, droht eine Bußgeld von rund 100 Euro.
Ist der TÜV des Fahrzeugs abgelaufen, kann es laut ADAC
ebenfalls zu Problemen kommen. Ungarische, tschechische und
polnische Polizeibehörden verhängen oft hohe
Bußgelder oder legen sogar das Fahrzeug still. Obwohl dies
nicht erlaubt ist, erspart es viel Ärger, wenn man vor dem
Urlaub zum TüV fährt.
Vorsicht bei Ländern mit
Autobahngebühren: In Österreich kostet das
Fahren ohne Vignette und die falsche Anbringung mindestens 120
Euro, in Slowenien werden dafür sogar 300 Euro kassiert.
Bei Tempolimitverstößen wird es richtig teuer. Schon bei
etwas mehr als 10 km/h über dem Limit sind in der Schweiz rund
200 Euro fällig. In Italien kostet so etwas 160 Euro. Auch
unsere netten Nachbarn aus den Niederlanden blitzen schon ab 106
km/h bei erlaubten 100 km/h und verschicken an den Fahrzeughalter
in Deutschland Bußgeldbescheide. Beachtet man die nicht,
verdoppelt sich die Summe bei der nächsten Mahnung jeweils.
Auch bei Parkgebühren und bei Überschreitung der Parkzeit
(kostet 50 bis 60 Euro) langen die Holländer hin.
Ganz wichtig: Bußgeldbescheide aus dem
Ausland kommen oft erst Wochen oder erst Monate ins Haus
geflattert. Die Bescheide nicht wegwerfen, denn eine neue
EU-Regelung ermöglicht seit 2010 auch hierzulande die
Eintreibung dieser Auslandsknöllchen.
Mein Tipp: Aus eigener Erfahrung halte ich mich im Ausland - besonders in Holland, in Österreich und der Schweiz - strikt an das Tempolimit. Ich fahre sogar bei Tempolimits, etwa bei 100 km/h, diese Geschwindigkeit exakt nach Tacho. Denn im Gegensatz zu unseren, eher laschen und etwas großzügigeren Kontrollen ist die Gendarmerie in diesen Ländern gnadenlos und versteht bei höherem, unerlaubtem Tempo überhaupt keinen Spaß mehr.
Mein Urlaubs-Tipp: Gut vorbereitet und
informiert losfahren und sich im Ausland strikt an alle Regeln
halten.




