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Fahren Sie vorsichtig!

Tipps und aktuelle Fahrberichte - exklusiv von Motorjournalist Werner Müller


Autofahren im Ausland: Verstöße können teuer werden

Tempolimits, Mautgebühren, Vignetten - unsere Nachbarn und deren Polizei freuen sich schon auf zahlungskräftige, deutsche Auto-Urlauber

Andere Verkehrsregeln, Tempolimits, die rigoros überwacht und geahndet werden, Straßengebühren als Maut oder mit Vignette: Wer mit seinem Auto in den nächsten Wochen ins benachbarte Ausland reist, der kann teure Überraschungen erleben. Denn die Polizei in den von Urlaubern gerne aufgesuchten Reiseländern freut sich schon auf die deutschen Autofahrer und deren Euros.
Nicht nur wegen der schnell gemachten Urlaubsknöllchen, sondern auch, weil Vergehen ab 70 Euro Bußgeld nun auch in Deutschland verstärkt eingetrieben werden.

Erste Maßnahme: Sich vor Reisebeginn bei Automobilclubs unter www.adac.de oder www.avd.de oder www.ace.de informieren, wo Überraschungen lauern.


Beispiele: Viele italienische Innenstädte sind für den touristischen Autoverkehr gesperrt. Fährt man doch - auch aus Versehen - in eine gesperrte Zone, droht eine Bußgeld von rund 100 Euro.
Ist der TÜV des Fahrzeugs abgelaufen, kann es laut ADAC ebenfalls zu Problemen kommen. Ungarische, tschechische und polnische Polizeibehörden verhängen oft hohe Bußgelder oder legen sogar das Fahrzeug still. Obwohl dies nicht erlaubt ist, erspart es viel Ärger, wenn man vor dem Urlaub zum TüV fährt.


Vorsicht bei Ländern mit Autobahngebühren: In Österreich kostet das Fahren ohne Vignette und die falsche Anbringung mindestens 120 Euro, in Slowenien werden dafür sogar 300 Euro kassiert.
Bei Tempolimitverstößen wird es richtig teuer. Schon bei etwas mehr als 10 km/h über dem Limit sind in der Schweiz rund 200 Euro fällig. In Italien kostet so etwas 160 Euro. Auch unsere netten Nachbarn aus den Niederlanden blitzen schon ab 106 km/h bei erlaubten 100 km/h und verschicken an den Fahrzeughalter in Deutschland Bußgeldbescheide. Beachtet man die nicht, verdoppelt sich die Summe bei der nächsten Mahnung jeweils. Auch bei Parkgebühren und bei Überschreitung der Parkzeit (kostet 50 bis 60 Euro) langen die Holländer hin.


Ganz wichtig: Bußgeldbescheide aus dem Ausland kommen oft erst Wochen oder erst Monate ins Haus geflattert. Die Bescheide nicht wegwerfen, denn eine neue EU-Regelung ermöglicht seit 2010 auch hierzulande die Eintreibung dieser Auslandsknöllchen.

Mein Tipp: Aus eigener Erfahrung halte ich mich im Ausland - besonders in Holland, in Österreich und der Schweiz - strikt an das Tempolimit. Ich fahre sogar bei Tempolimits, etwa bei 100 km/h, diese Geschwindigkeit exakt nach Tacho. Denn im Gegensatz zu unseren, eher laschen und etwas großzügigeren Kontrollen ist die Gendarmerie in diesen Ländern gnadenlos und versteht bei höherem, unerlaubtem Tempo überhaupt keinen Spaß mehr.


Mein Urlaubs-Tipp: Gut vorbereitet und informiert losfahren und sich im Ausland strikt an alle Regeln halten.

Foto: AvD, Allianz/dpp
Telefonieren im Auto kann im Urlaub ebenfalls teuer werden. Besser dafür anhalten.
Grafik: ADAC
Das kassieren unsere Nachbarn an Straßennutzungs-Gebühren, kurz Maut.
Grafik: ADAC
So schnell darf man im Ausland fahren. Empfehlung: Strikt nach Tacho daran halten.
Letzte Änderung: Montag, 11.07.2011 17:12 Uhr

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