Budapest/Wesseling. "Drum Mensch, sei zeitig weise, höchste Zeit ist's, reise, reise": Diesem Aufruf Wilhelm Buschs folgt der Kunstverein Wesseling seit vielen Jahren, und das Ziel für die diesjährige Kunstreise war schnell gefunden: Budapest.
Vereinsmitglied Klaus Wünnenberg, und seine Frau Ester Zarandi, gebürtige Budapesterin, übernahmen die Führung durch Ungarns Metropole. Eine der schönsten Städte Europas, auch das "Paris des Ostens" genannt, empfing die Gruppe mit Kaiserwetter und gleich der erste Nachmittag wurde genutzt, um Sehenswürdigkeiten aufzusuchen.
Im steten Wechsel von Fußmarsch und Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfuhr die Gruppe eine weltoffene, elegante Stadt mit imposanten Zeugnissen ihrer Vergangenheit, das alte Buda hoch zu Berge und das pulsierende Pest, eng angeschmiegt und romantisch die dazwischen fließende Donau.
Eins der Highlights dieser Reise war der Besuch des Parlaments, eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt, mit 268 Meter das längste Gebäude Europas. Es beeindruckte unter anderem mit der 96 Meter hohen Kuppel, geschmückt mit neugotischen Motiven. Hier kann man die Krönungsinsignien Stephans I. sehen.
Der Ausflug ins "Stadtwäldchen" führte an einem der berühmtesten Thermal-Badekomplexe vorbei, "Szecska" genannt, zur Burg Vajdahunyad, ein deutliches Zeugnis der eklektizistischen Architektur, zum Museum der schönen Künste, über den Heldenplatz mit dem Milleniumsdenkmal und anschließender Fahrt mit der "Földalatti", der ältesten Untergrundbahn des europäischen Festlandes.
Ein Bummel durch das Burgviertel, die Königliche Burg, das Gellertbad, die Oper, die Synagoge, Basilika und Matthiaskirche, die Ketten- und Elisabethbrücke und vor allem die Markthalle gehörten ebenso zum strammen Programm wie der Genuss der typisch ungarischen Küche.
Dank des privaten Einsatzes der Reiseführer erlebten die Teilnehmer die Gastfreundschaft einer Winzerfamilie und deren Produkte. Und natürlich erlebten die Wesselinger viel Kunst: Der Besuch des Vasarely Museums, sowie der Ungarischen National Galerie mit der Sonderausstellung Károly Markó und der Art on Lake-Ausstellung - ein internationales Künstlerprojekt - das anlässlich der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft die Arbeiten von 25 europäische Bildhauern, darunter auch Günther Ucker, zeigt.
Aber auch Musik und Tanz des Folk Ensemble Rajkó im Duna
Palota sorgte für Begeisterung. Budapest sei nicht nur ein
Eldorado für alle Kunstfreunde, sie überzeuge mit
legendären Schönheiten und einem Flair, das jeden in
ihren Bann ziehe, schwärmte Dagmar Ueding abschließend.

















