Von Montserrat Manke
Wesseling/Köln. Zurzeit wird vor dem Kölner Landgericht ein Prozess gegen einen Mann geführt, dem vorgeworfen wird, in zwei Familien seine Stiefkinder sexuell missbraucht zu haben. Neben zwei Stiefsöhnen die der Angeklagte in Siegen Anfang der 90er Jahre missbraucht haben soll, soll es auch auf ein Mädchen und weitere Geschwister 2009 in Wesseling Übergriffe gegeben haben.
Gestern hörte das Gericht weitere Zeugen in Sachen der Wesselinger Übergriffe an. So wurde die Mutter einer Freundin des Mädchens gehört, die daran beteiligt gewesen sein soll, dass das Jugendamt informiert wurde. Sie soll nachdem ihr Gerüchte von Übergriffen zu Ohren gekommen seien, den leiblichen Vater und dessen Lebensgefährtin informiert haben.
Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes berichtete, dass sie nach der Meldung die die Familie besucht habe und von dem Mädchen, seinen Geschwistern und der Mutter immer mehr Details erfahren habe.
So soll die Mutter gegenüber der Jugendamtsmitarbeiterin geäußert haben, dass ihr Mann die Tochter mehr geliebt habe als sie. Die Frau habe angegeben, dass sie schon auf dem Weg der Trennung sei, eben wegen des Verhaltens des Angeklagten gegenüber der Tochter.
Dem Angeklagten selber sei klar gewesen, dass sein Verhalten nicht richtig sei, und er soll Therapiebereitschaft gezeigt haben. Aber er soll weiter den Kontakt zu dem Mädchen gesucht haben, obwohl die Behörden bereits eingeschaltet waren.
Das Mädchen und seine Geschwister hätten große Furcht vor dem Mann gehabt und seien froh gewesen, als sie die Familie hätten verlassen können.
Der Prozess wird weiter fortgesetzt.

















