Von Montserrat Manke
Wesseling. Noch am selben Abend der Ratssitzung schickten die Freien Wähler eine Pressemitteilung rund, in der sie es bedauern, dass man im Rat trotz des Nothaushaltes mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP beschlossen habe, das Rheinufer mit einem Eigenanteil von 850 000 Euro umzubauen. Außerdem würde auf die Behindertenrampe verzichtet. CDU, SPD und FDP hätten die Möglichkeit verstreichen lassen, den Bürgern zu zeigen, dass auch die Mehrheitsfraktion im Rat der Stadt ernsthaft sparen wolle.
Darüber hinaus muss Wesseling mehr ausgegeben als ursprünglich geplant, denn die Landeszuschüsse sind von 90 auf 80 Prozent gekürzt worden. Damit steigt der Eigentanteil um 282 000 Euro.
Die Redaktion konnte Kämmerer Bernhard Hadel auf dem Weg ins Kreishaus im Auto erreichen, und der Herr über Wesselings Finanzen widersprach als erstes vehement der Aussage, dass man keine Behindertenrampe bauen würde: "Die kommt auf jeden Fall", sagte Hadel.
Die 850 000 Euro sind der Anteil, den die Stadt am Gesamtpaket zu leisten hat, welches im Rahmen der Regionale mit Fördermitteln von Land und Bund in Gesamthöhe von 3,4 Millionen Euro geschnürt wurde.
Dieses Jahr gebe es noch einen Bewilligungsbescheid von 2 Millionen Euro, damit das Rheinufer umgestaltet werden kann. Wesseling schieße für diesen ersten Bauabschnitt 500 000 Euro dazu, sagte Hadel.
2012 dann stünden staatliche Fördermaßnahmen für den zweiten Abschnitt, den Rheinsteg in Höhe von 1,4 Millionen Euro an. "Und wenn die aus welchen Gründen auch immer nicht fließen, haben wir immer noch die 350 000 Euro Eigenmittel, und mit diesen können wir die Behindertenrampe bauen", stellte Hadel klar.
Dann würde die Neugestaltung des Rheinparks eben "erst mal" außen vor gelassen.
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