Ehrenfeld (sb). Antraben, Durchparieren, Leichttraben, Aussitzen und einfache Bahnfiguren, das üben seit April zwölf Mitglieder der Karnevalsgesellschaft Bürgergarde "blau-gold" ein- bis zweimal die Woche im Alt Engeldorfer Hof in Meschenich.
Sie wollen sich fit machen für den Rosenmontagszug hoch zu
Ross, denn erstmals stellt die Karnevalsgesellschaft in dieser
Session ein Reitercorps. "Die Idee dazu entstand vor
etwa fünf Jahren, weil wir ein paar erfahrene Reiter in
unseren Reihen haben. Dieses Jahr konnten wir das Reitercorps dann
ins Leben rufen", berichtete Udo Koschollek,
Vize-Präsident der Bürgergarde. Die meisten Reiter
sind allerdings sehr mutig, denn acht der künftigen
Rosenmontagsreiter sind Anfänger, so auch Präsident
Markus Wallpott. "Reiten ist wirklich anstrengend, aber es
macht einen Riesenspaß", erzählte er. Und der
Präsident ist sich sicher, die Anfänger
bestehen den Rosenmontagszug im Sattel. Schließlich seien auch
Pferdeführer dabei, die notfalls eingreifen könnten. Auch
Profi-Reiter Heinrich Leikert, Besitzer des Reitstalls und Trainer
der Bürgergarde, ist überzeugt, dass alle bis zum
Rosenmontag sattelfest sind. Wallpott wird den Zug als
Präsident aber wohl auf dem Wagen erleben, "es sei
denn, einer der anderen fällt aus", erklärt er fast
ein bisschen sehnsüchtig.
Vor dem Sessionsstart präsentierte sich das neue
Reitercorps nun erstmals den anderen Mitgliedern der
Bürgergarde und erntete von Seiten der Familie und den
Karnevalskollegen viel Applaus.


