Ehrenfeld (sf). An den Kreuzungen Vogelsanger Straße/ Leyendecker Straße und Vogelsanger Straße/ Vitalisstraße müssen die Ampelanlagen ausgewechselt werden. Die zurzeit noch im Betrieb befindlichen Lichtsignalanlagen sind bereits so alt, dass sie jederzeit irreparabel ausfallen könnten.
Genau dies ist bereits im Februar 2009, beziehungsweise im
Januar 2010 bei zwei Ampelanlagen in Nippes geschehen. Um einen
plötzlichen, irreparablen Ausfall alter Anlagen im Stadtgebiet
zu verhindern, sollen sämtliche alten Ampelanlagen
frühzeitig ersetzt werden. Im Rahmen des Programms
"Ersatz von Lichtsignalanlagen durch alternative
Betriebsformen" wurde zunächst überprüft,
ob bestimmte alte Ampelanlagen durch einen wesentlich
kostengünstigeren Kreisverkehr ersetzt werden könnten.
Rund ein halbes Dutzend Ampeln wurden untersucht, doch nur an der
Kreuzung Sürther Straße/ Am Tannenhof in Rodenkirchen
kann die Ampelanlage durch einen Kreisverkehr ersetzt werden. An
den übrigen untersuchten Kreuzungen, Subbelrather
Straße/ Herkulesstraße, Venloer Straße/
Hans-Böckler-Platz/ Ludolf-Camphausen-Straße und Niehler
Straße/ An der Schanz in Nippes sowie den bereits
erwähnten Kreuzungen in Ehrenfeld ist der Bau eines
Kreisverkehrs aus verkehrstechnischen Gründen nicht
möglich. Die alten Ampelanlagen sollen dabei
schnellstmöglich ersetzt werden, bevor sie durch einen Ausfall
wesentlich höhere Kosten verursachen. Das
Erneuerungsprogramm sieht vor, die Steuergeräte
und die Außenanlagen der alten Ampelanlagen auszutauschen
sowie die Signalisierungen den heutigen Verhältnissen
anzupassen. Profitieren sollen von dieser Maßnahme vor allem
die Fußgänger: Diese werden zukünftig nicht mehr so
lange vor einer roten Ampel warten müssen und mehrspurige
Straßen in einer durchgängigen Grünphase
überqueren können. Zudem sollen alle neuen
Signalprogramme der Tageszeit und dem
Verkehrsaufkommen besser angepasst werden.
Während die Bezirksvertretung Ehrenfeld der Erneuerung der
beiden Lichtsignalanlagen in ihrem Veedel geschlossen zustimmte,
wurde über das Thema "Ampelfrauen" kontrovers
diskutiert: SPD-Fraktionsmitglied Andreas Pöttgen schlug vor,
im Zuge der Erneuerung die Installation von Ampelfrauen
in Erwägung zu ziehen. Die ersten und bis dato einzigen
Ampelfrauen Kölns wurden im März 2009 an der Ecke
Platenstraße/ Venloer Straße zum Leben erweckt.
Installiert wurden die Ampelfrauen für das
grüne und das rote Lichtsignal auf Initiative von
SPD-Fraktionsmitglied Petra Bossinger, die in den Figuren
einen Schritt zur Gleichberechtigung der Frau sieht.


