Lindenthal (cd). Die evangelische Gemeinde Lindenthal hatte Grund, zu feiern: Ihr Familienzentrum erhielt offiziell das Zertifikat des Landes NRW. Deshalb hatte die Gemeinde Unterstützer und Familien zu einer offiziellen Feier in die Matthäuskirche eingeladen.
Auch Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker
war gekommen und erinnerte daran, dass in Lindenthal zwar 15
Prozent der Kölner leben würden, das zuständige
Jugendamt aber nur fünf Prozent des Gesamtbudgets
benötigen würde: "Man kann also sagen,
hier ist die Welt noch in Ordnung. Man muss aber auch etwas
dafür tun, dass unsere Kinder weiterhin mit Werten
aufwachsen und zu glücklichen Menschen werden."
Die Leiterin des Diakonischen Werks Köln, Helga Blümel,
erinnerte daran, "dass hier nicht nur die Kleinen von den
Großen, sondern auch die Großen etwas von den
Kleinen lernen können." Die evangelische Kirche setze
sich dafür ein, eine lückenlose Bildungskette entstehen
zu lassen, von der Früherziehung bis hin zur Seniorenbildung:
"Zu diesem Netz gehört nun auch Ihr
Familienzentrum."
Nach den Reden der Erwachsenen kamen mit dem Auftritt der Band
"Pelemele" auch die zahlreich anwesenden Kinder auf ihre
Kosten. Pelemele spielt Rockmusik für Kinder. Bei ihrem
Auftritt konnte man auch sehen, warum: So gelang es den
Bandmitgliedern spielend, die Kinder in ihre Songs miteinzubeziehen
und die begeisterte Schar zum Mitspringen aufzufordern.
Um das Zertifikat zu erhalten, galt es, einen ganzen Katalog von
Fragen zu den vom Land geforderten Angeboten wie
Sprachfördermaßnahmen oder Angebote zur
Elternbildung zu beantworten. Das Zertifikat ist mit einer
jährlichen Fördersumme von 12.000 Euro verbunden. In der
evangelischen Gemeinde ist das Geld für die Stelle einer
Koordinatorin vorgesehen.


