Innenstadt (ha). Zurück zur Farbe bedeutet im Falle der Bühnen Köln auch ein Zurück zu den Wurzeln. Im Zuge der Sanierungsarbeiten setzen die Architekten und Restaurateure auf die Gestaltungsideen von Erbauer Wilhelm Riphahn (1889-1963).
Bei der Freilegung originaler Stein-, Wandputz- und Kunststoffoberflächen offenbarte sich eine Farbigkeit, die zum Leitbild der aktuellen Arbeiten wurde. "Zur Zeit Riphahns spielte die Farbgebung eine wichtige Rolle in der Architektur, die sich auf klare Formen reduzierte und alles Überflüssige aus der Gestaltung verbannte", erklärt Remigiusz Otrzonsek das Credo der Klassischen Moderne. Kräftige Töne unterstützten seinerzeit die Wohnqualität maßgeblich, so der Architekt. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird demnach die weiße Welt der Oper sowie des Schauspiels vorbei sein, versichern Otrzonsek und Restaurator Gereon Lindlar. Stattdessen laden die Häuser mit erdiger Coleur und lichten Arrangements ein. Schon im Foyer des Opernhauses erwartet die Besucher eine Melange aus Blau, Rotbraun und dezentem Gelb. Beim Aufstieg in die oberen Regionen der Spielstätte nimmt die Helligkeit schließlich zu. Auch die Bestuhlung im Opernsaal passt sich dem neuen Stil an: Anstatt der olivgrünen Polsterung lassen sich die Zuschauer zukünftig auf einem Himmelblau nieder. Gedeckte und erdige Farben erwarten die Kulturfreunde auch im Schauspielhaus. Die Ziegelstein-Fassade wird im Vorraum stellenweise übernommen. Eine ruhige Atmosphäre in der Garderobe wird durch olivbraune und gedeckte Farben erzeugt. Die Sanierungsarbeiten in beiden Häusern sollen nach Verlautbarungen der Verantwortlichen rechtzeitig zur Spieleröffnung 2015 abgeschlossen sein.


