Kalk (sf). Die Kalker Hauptstraße ist das Zentrum im Veedel: Hier reihen sich Einzelhändler aneinander, hier befinden sich Kalks größte Attraktionen, das Odysseum, die Köln Arkaden und der Bürgerpark in unmittelbarer Nähe.
Nachdem sich das Quartier in den vergangenen Jahren mit
großen Schritten weiterentwickelt hat, soll nun auch die
Attraktivität der Einkaufsmeile Kalker Hauptstraße
aufgebessert werden. In diesem Jahr muss die bisher von
Geschäftsleuten auf freier Basis aufgehängte
Weihnachtsbeleuchtung erstmals ausfallen.
Bereits vor einiger Zeit wurde der Verein
"Standort-Gemeinschaft Kalk" gegründet - eine
Initiative, die sich insbesondere für die Gesamtentwicklung
der Kalker Hauptstraße einsetzt.
Die Attraktivitätssteigerung der Kalker Hauptstraße soll
jedoch nicht nur die Einzelhändler beschäftigen: Die Idee
der Gründung einer "Immobilien- und Standortgemeinschaft
Kalker Hauptstraße" wurde ins Leben gerufen. Mit dieser
werden die Immobilieneigentümer in die Planungen integriert.
So wird die Finanzierung der Maßnahmen auf mehrere Schultern
verteilt. Das Kölner Büro "CIMA Beratung+Management
GmbH" wurde von der Standort Gemeinschaft Kalk beauftragt,
eine mögliche Gründung solch einer Immobilien- und
Standortgemeinschaft zu begleiten und diese unter
Marketing-Aspekten zu analysieren. Bei einer
Informationsveranstaltung im Odysseum stellte das Büro seine
Ergebnisse vor: Die Gründung einer "Immobilien- und
Standortgemeinschaft" hätte folgendes Ziel: "In
einem räumlich klar abgegrenzten Bereich wird auf
Initiative lokaler Akteure ein konkreter Maßnahmenplan zur
Verbesserung des geschäftlichen Umfeldes und zur Sicherung der
Haus- und Grundstückswerte umgesetzt".
Dafür wird eine von allen Grundeigentümern im
Quartier verpflichtend zu erbringende Abgabe eingesetzt.
Voraussetzung zur Gründung solch einer Gemeinschaft ist, dass
sich bei einer Abstimmung nicht mehr als 25 Prozent der
Grundeigentümer gegen die Gründung aussprechen.
Mithilfe der Gemeinschaft sollen verschiedene Maßnahmen
leichter umgesetzt und finanziert werden können, so zum
Beispiel die Weihnachtsbeleuchtung oder Graffiti-Beseitigung. Aber
auch ein Baumaßnahmen-Marketing oder
Hauseigentümerberatung könnten Aufgaben der Interessen-
und Standortgemeinschaft sein. Möglicherweise lässt sich
auch die Außengastronomie vergrößern
oder ein Open-Air-Kino im Stadtgarten realisieren, erklärte
Dr. Wolfgang Hänsch von der CIMA Beratung + Management GmbH
bei seiner Präsentation.
"Wir sind dabei zusammenzuwachsen. Bitte lassen Sie uns einen
engen Draht bewahren", betonte Bezirksbürgermeister
Markus Thiele seine Befürwortung der Gründung der
Gemeinschaft. Für das kommende Jahr ist eine weitere, dritte
Informationsveranstaltung geplant. Im Sommer soll es dann laut Dr.
Wolfgang Hänsch zu einer Abstimmung kommen.


