Sülz (af). Schmal, verkehrsberuhigt und ohne Bürgersteige, so lässt sich die Anton-Antweiler-Straße zwischen Neuenhöfer Allee und Sülzgürtel beschreiben. Die Anliegerstraße führt am Gelände der städtischen Kinderheime vorbei.
Dort beginnen, nach dem Auszug der Einrichtung Anfang 2012, die
Bauarbeiten für neue Mehrfamilienhäuser. Auf vier
Baufeldern entstehen Wohnblöcke mit Tiefgaragen, die zum Teil
über die Anton-Antweiler-Straße erschlossen werden
sollen. Deshalb will die Stadt die Straße umgestalten und in
zwei Abschnitten von derzeit 4,50 Meter auf sieben Meter
verbreitern. Rund 50 Anwohner waren zur
Informationsveranstaltung in den Saal der Kirche "Zur
Heiligen Familie" gekommen. Dort stellte die Stadt zwei
Varianten für eine Umgestaltung vor. Die erste sieht
eine Einbahnstraße vom Sülzgürtel in Richtung
Neuenhöfer Allee vor. In der zweiten Variante wird die
Straße in der Mitte durch Poller gesperrt und ein
Zweirichtungsverkehr von beiden Seiten eingerichtet. In beiden
Fällen wird die Spur vom Gürtel bis zur Olefstraße
und von der Neuenhöfer Allee bis zur Urftstraße auf
sieben Meter verbreitert. Bei der Einbahnstraßen-Variante
könnten in dem Bereich einzelne Bäume gepflanzt und
Parkplätze eingerichtet werden. So oder so soll die
Straße eine neue Decke erhalten und
verkehrsberuhigt bleiben, ohne extra Bürgersteige. An
den Kosten müssen sich die anliegenden
Eigentümer zu 70 Prozent beteiligen. Die Betroffenen wurden
laut Verwaltung schriftlich informiert.
Die Verwaltung prognostiziert eine höhere
Verkehrsbelastung für die Straße, die laut
Verkehrszählung bei der
Einbahnstraßen-Regelung stärker ausfallen
würde als bei einer Durchfahrtsperre. Aus diesem Grund
sprachen sich viele Anwohner für diese Variante aus. Aber auch
die Einbahnstraße fand Befürworter, denn die geplanten
zusätzlichen Parkplätze und Bäume würden den
Verkehr bremsen und für ein schöneres
Straßenbild sorgen.
Die Verwaltung ist nun angehalten, die Meinungen der
Bürger in die Planung einzubeziehen. Die Politik muss dann
für eine Variante stimmen. Eine Entscheidung fällt
frühesten Anfang 2012 in der Bezirksvertretung.


