Lindenthal (pm). "Weich und warm", so beschrieb Organistin Ursula Döll den Klang ihres neuen Instrumentes, einer - im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin - rein mechanischen Kreienbrink-Orgel mit 30 Registern. Im Rahmen eines festlichen Konzerts wurde das Instrument seiner Bestimmung übergeben.
Nach der Begrüßung durch Gemeindepfarrerin
Ulrike Gebhardt überbrachten Stadtsuperintendent Rolf
Domning und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, ihre
Glückwünsche. Schneider betonte dabei die Bedeutung der
Orgel für die Verkündigung und die Entwicklung des
protestantischen Gemeindegesangs.
Das anschließende Konzertprogramm war dann perfekt auf die
klanglichen Qualitäten der neuen Orgel abgestimmt. Ursula
Döll wurde dabei von Mitgliedern des Gürzenich-Orchesters
unterstützt. Nach César Francks Choral in a-Moll erklang
das Orgelkonzert Nr. 10 d-Moll op. 7,4 von Georg Friedrich
Händel. Mit Sigfrid Karg-Elerts (1877-1933) Stück
"La nuit" op. 72,3 und dem Konzert für Orgel,
Streichorchester und Pauken in g-Moll Francis Poulenc (1899-1963)
näherten sich die Lebensdaten der Komponisten immer mehr
der Gegenwart an. Am Ende bestätigte die Länge des
Beifalls nicht nur den Musikern eine tolle Leistung, sondern auch
Pfarrerin Ulrike Gebhardt und die Gemeinde der Paul-Gerhardt-Kirche
in ihrer Entscheidung, die große Investition von etwa 500.000
Euro zu wagen. Seit der Beschlussfassung im Jahre 2005 und dem
endgültigen Ankauf 2009 waren dabei vier Jahre vergangen. Und
noch immer sind Spenden herzlich willkommen. Eine besonders
"pfiffige" Unterstützung ist dabei eine
Patenschaft für eine der 1.600 Pfeifen. Wer an einer
Orgelpfeifenpatenschaft interessiert ist, wendet sich
für das Formular "Meine Wunschpfeife" an das
Gemeindebüro. Bei Bedarf kann man sich zudem von Kantorin
Ursula Döll (Telefon 02247/ 900904) bei der
Auswahl fachkundig beraten lassen.


