Nippes. Ende November fand im Nippeser Rathaus der 2. Bezirksjugendtag statt. Jugendliche aus zwei Jugendeinrichtungen stellten dabei den Bezirkspolitikern die Ergebnisse ihrer Arbeiten vor. Bei der Eröffnung der Veranstaltung hob Bezirksbürgermeister Bernd Schößler die Bedeutung der aktiven Beteiligung im politischen Raum hervor.
Die Bezirksvertretung Nippes hatte vor rund zwei Jahren
angeregt, für Jugendliche im Stadtbezirk eine geeignete
Plattform zur aktiven Beteiligung an politischen
Entscheidungsprozessen anzubieten.
Die Bezirksjugendpflegerin Elke Böttger hatte die
entscheidenden Schritte entwickelt. Mit Mitarbeitern und
Jugendlichen aus den verschiedenen Jugendeinrichtungen im
Stadtbezirk wurde ein umsetzungfähiges Konzept entwickelt.
Gemeinsam mit den Herren Grundmann und Pütz von der VHS
Köln absolvierten dann die Jugendlichen zunächst einmal
erfolgreich den Demokratieführerschein. Am diesjährigen
Bezirksjugendtag haben sich Jugendliche aus dem Escher Club und von
den Mittwochsmalern - beide aus dem Stadtteil Bilderstöckchen-
auf das Gespräch mit den Bezirkspolitikern vorbereitet. Und so
stellten dann die Teilnehmer aus dem Escher Club ihre Ideen zu
nachhaltigen Verbesserungen in ihrem Wohnumfeldfeld vor. Zur
Verdeutlichung hatten die Jugendlichen ein Modell der
Platzfläche in mühevoller Arbeit hergestellt. Sie konnten
so den Politikern sehr anschaulich ihre Vorstellungen
präsentieren.
Die Jugendlichen von den Mittwochsmalern haben sich intensiv mit
der Suche nach legalen Freiflächen für Graffitikunst
auseinander gesetzt und machten den Politikern konkrete
Vorschläge. Bereits im letzten Bürgerhaushalt war das
Thema "Freiflächen" ganz oben auf der Hitliste.
Neben den aktuellen Vorschlägen konnten sich die
Bezirkspolitiker auch über die Umsetzung der Vorschläge
aus dem vergangenen Jahr informieren.
Während die meisten Punkte abgearbeitet wurden, ist leider
nach wie vor noch keine konkrete Lösung für das Raum-
problem der Jugendeinrichtung Dachlow auf der Neusser Straße
in Sicht.
Nach mehr als zwei Stunden des gemeinsamen Austauschs gingen alle
zufrieden wieder nach Hause. Besondere Begeisterung rief bei
den Jugendlichen eine Spende von jeweils 250 Euro als Anerkennung
für die Teilnahme am Demokratieführerschein und für
das freiwillige Engagement hervor.


