Umstrittene Abgabe bald vom Tisch?

Zweitwohnsteuer für Zweifamilienhäuser voraussichtlich abgewendet

Köln (jb). Seit 2005 besteht die Abgabe der so genannten Zweitwohnsteuer, die seither all diejenigen zahlen mussten, die ihren Hauptwohnsitz außerhalb der Stadt und in Köln eine weitere Wohnung haben. 

Jüngst hatte jedoch das städtische Kassen- und Steueramt auch jene zur Kasse gebeten, die ein Zweifamilienhaus besitzen, eine Wohnung darin aber leer stehen lassen oder Familienmitgliedern günstig vermieten. Nach längerem Streit hat der städtische Finanzausschuss nun einstimmig beschlossen, dass die Zweitwohnungssteuer für Zweifamilienhäuser nicht erhoben werden soll. Rund 11.000 betroffene Kölner hatten vor einem Monat entsprechende Bescheide erhalten, die die vor sechs Jahren eingeführte Abgabe nachträglich für die Eigentümer von Zweifamilienhäusern forderte. An dem Instrument in seiner früheren Form gibt es nur wenige Kritiker: Wer Wohnraum in Köln besitzt, soll sich an den Infrastrukturkosten beteiligen. Doch das trifft für diejenigen Immobilienbesitzer nicht zu, die bereits ihren Erstwohnsitz in Köln haben.
Entsprechend einheitlich fielen die Missfallensbekundungen von Politiker aller Fraktionen aus, die nun Änderungen in der Satzung zur Zweitwohnsteuer fordern. Der Stadtrat entscheidet nun am 20. Dezember darüber, ob gemäß einem neuen Formulierungsvorschlag der Verwaltung die Abgabe für Besitzer von Zweifamilienhäusern abgeschafft wird. Bei der breiten und parteiübergreifenden Mehrheit ist diese Satzungsänderung als sehr wahrscheinlich anzusehen. Seit 2005 hat die Zweitwohnungssteuer nach Verwaltungsangaben etwa 12,5 Millionen Euro in die Stadtkasse gespült.

Letzte Änderung: Montag, 19.12.2011 14:16 Uhr

Blaulicht - Der Kölner-Polizeireport

Hier finden Sie die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Köln... »

Alle Titel im Großraum Köln/Bonn

Lernen Sie die weiteren Anzeigenblätter im Großraum Köln/Bonn kennen. »