Klettenberg (af). Eine Lösung wie in Lindenthal wünschen sich die Bürger in Sülz und Klettenberg. Dort wurde unter dem Auerbachplatz eine Quartiersgarage realisiert. Jetzt spielen oben die Kinder, und darunter besteht viel Platz für die Autos.
Einen Standort-Vorschlag für das eigene Viertel haben sie
schon: "Der Klettenberggürtel ist nach unserer Auffassung
bestens geeignet. Dort stehen nur Bäume von
minderer Qualität, die man preiswert nachpflanzen könnte.
Außerdem gibt es dort viel unterirdischen Raum, den man
für Parkplätze nutzen könnte", argumentierte
Theo Stoffele, Sprecher der Initiative "Wir in
Sülz/Klettenberg". Denn in dem von Jugendstilarchitektur
geprägten Stadtteil Klettenberg stünden nur sehr wenige
Garagen zur Verfügung, und entsprechend hoch sei daher der
Parkdruck. Deshalb forderte die Initiative in einem
Bürgerantrag die Bezirksvertreter von Lindenthal auf,
das Projekt Quartiersgarage unter dem Klettenberggürtel zu
prüfen und zu unterstützen. Bereits 2007 hatte die
Bezirksvertretung die Planung und Einrichtung von Quartiersgaragen
in Sülz und Klettenberg beschlossen, passiert ist seitdem
jedoch nicht viel. Eine Analyse der Verwaltung führte
lediglich den Honnefer Platz und den Klettenberggürtel
als mögliche Standorte auf. Auf Grund des alten
Baumbestandes auf dem Honnefer Platz wurde der Standort
jedoch wieder gestrichen. Auf dem Gürtel verhindert eine
mögliche Verlängerung der Stadtbahnlinie 13 konkrete
Schritte. Mit Hinweis auf die eventuelle Verlängerung der
Straßenbahn lehnten die Politiker den geforderten Standort am
Klettenberggürtel mehrheitlich ab. Die Fraktionen folgten dem
Bürgerantrag aber in dem Punkt, dass sie die
Verwaltung aufforderten, intensiver nach privaten
Investoren für den Bau einer Quartiersgarage Ausschau zu
halten.
Da in den betroffenen Stadtteilen keine weiteren städtischen
Grundstücke als die angesprochenen für eine Tiefgarage
zur Verfügung stehen, könnte das Vorhaben zurzeit nur auf
privaten Grundstücken realisiert werden.


