Ehrenfeld (pm). Mit einem Festgottesdienst in der Friedenskirche und hohem Besuch feierte die evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld die Einweihung des Ernst-Flatow-Hauses, in dem sich neben dem neuen Gemeindezentrum auch Eigentumswohnungen befinden.
Pfarrer Siegfried Kuttner erinnerte an die Zeit von der ersten
Informationsveranstaltung 2006 bis zum Richtfest 2010 und sprach
zur Eröffnung von einem "großen Tag in der
Geschichte unserer Ehrenfelder Gemeinde."
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Nikolaus Schneider, würdigte die Benennung nach dem im
Warschauer Ghetto ermordeten Judenchristen, Vikar und Hilfsprediger
(1887-1942) als "Zeichen der Solidarität" und
"stellvertretenden Dienst an der Rheinischen Kirche".
Musikalisch wurde der Gottesdienst von "Cantamus
Köln" unter der Leitung von Matthias Topp, Alain Gehring
an der Orgel sowie der Sopranistin Christine Albrecht gestaltet.
Anschließend wurde in den neuen Räumen gefeiert.
Architekt Reinhard Lepel betonte, dass er ein Gebäude
schaffen wollte, das einlädt, anzukommen und sich
wohlzufühlen. Zudem werde nun endlich eine
städtebauliche Lücke geschlossen. Projektleiter Steffen
Huss gab dem Ernst-Flatow-Haus drei Wünsche mit auf den Weg:
Es solle mit Freude und Engagement genutzt werden,
Beziehungen aufbauen und unter Gottes reichem Segen stehen.
Zum Andenken überreichte er Pfarrer Siegfried Kuttner die
gerahmte, erste Skizze des Bauvorhabens. Die Leiterin des
Kindergartens bedankte sich derweil bei der Gemeinde für
"sieben Monate Asyl im Gemeindehaus".
Kreissuperintendent Markus Zimmermann wünschte, dass das
Ernst-Flatow-Haus ein Stück "Kirche mitten in der
Welt" sein möge, ein "Zuhause für alle, die
dort wohnen." Ernst Frey, 40 Jahre lang Pfarrer in Bickendorf,
blickte noch einmal auf die Phase der Planung und die spannende
Vorausscheidung zurück, und auch Bezirksbürgermeister
Josef Wirges ließ es sich nicht nehmen, zur
Eröffnung des Hauses zu gratulieren.


