Worringen (red). Wer erinnert sich nicht gern daran, wie man als kleines Kind den Märchen der großen Schreiber gelauscht hat? Hin und wieder gruselig, aber doch meistens mit Happy End. Eines der bekanntesten und beliebtesten Märchen fand Einzug auf Worringens Bühnen.
Es wurde märchenhaft im Saal des Worringer Vereinshauses,
denn die Dramatische Vereinigung Köln-Worringen e.V. zeigte
"Schneeweißchen und Rosenrot". Die beiden Schwestern
Schneeweißchen und Rosenrot, authentisch gespielt von Sabine
Hüsch und Martina Winterscheid, ahnen zu Beginn des
Stücks noch nicht, welch große Aufgabe auf sie zukommen
würde. Doch schnell werden sie zu den Helferinnen des
Jäger Klaus (Valeria Kaschade), der auf der Suche nach dem
Bären Brumm (Jakob Hüsch) ist. Der böse und garstige
Zwerg Knax, dargebracht von Ina Linnig, hatte Klaus' Bruder
Peter vor einiger Zeit in den Bären verwandelt, um ihm seine
Schätze zu stehlen. So müssen die Schwestern nicht nur
den Bären finden, sondern auch den Zwerg aufspüren, um
den auferlegten Zauber zu brechen. Der lustige Schelm Kling Klang
(Marina Erdmann) ist bei allen Taten der tapferen Retter mit von
der Partie und hält besonders die Zuschauer mit seinem
Späßen bei Laune.
Gemeinsam und mithilfe der Kinder im Publikum wagen sich die
Schwestern, dieses Abendteuer anzutreten. Auch auf musikalischer
Ebene hatte das Schauspiel einiges zu bieten. So entpuppten sich
einige der Darsteller als wahre Gesangstalente. Mit passender
Klavierbegleitung wurden die Gesangsnummern wundervoll in Szene
gesetzt. Und natürlich hieß es auch dieses Mal: Ende gut,
alles gut und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch
heute.
Neben den bekannten Gesichtern des Ensembles konnten die Zuschauer
in diesem Jahr auch einige neue Schauspieler erkennen. Die Regie
führten in diesem Jahr Verena Rausch und Michael Hüsch.
Viele Ausfälle und Umbesetzungen sorgten für einige
Turbulenzen in der Probenzeit, doch allen Beteiligten lag es sehr
am Herzen, den Kleinsten auch in diesem Jahr wieder eine
vorweihnachtliche Freude zu bereiten. "Alle Schauspieler sind
mit bemerkenswerter Disziplin zu Werke gegangen und haben die
Neuzugänge gut im Ensemble aufgenommen", freute sich
Michael Hüsch.


