Nippes (bw). Bezirksbürgermeister Bernd Schößler ist richtig glücklich. Zu Weihnachten konnte er die Planungen für die Aufzüge an der Haltestelle Neußer Straße vorstellen. Dafür hatte Peter Neweling, Leiter des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau anschauliches Material zur Verfügung gestellt.
Der erste Planungsbeschluss, die Haltestelle barrierefrei umzurüsten, stammt aus dem Jahr 1996. Bis Oktober 2010, dem zweiten Baubeschluss, wurde der Baubeginn immer hinausgeschoben. Doch jetzt haben die ersten kleineren Arbeiten bereits begonnen. Mit den großen sichtbaren Arbeiten wird in Januar 2012 gestartet. Dann werden zwei Aufzüge, einer in Fahrtrichtung Köln, einer Richtung Norden installiert. Er wird alle vier Ebenen verbinden, allerdings auf der Verteilerebene nicht anhalten. Außerdem ist er groß genug um 10 bis 15 Personen aber auch Radfahrer samt Fahrrad oder einen Zwillingskinderwagen auf alle Ebenen zu transportieren. Die neuen Aufzüge werden die Hochbahnebene der Linie 13 mit der Straßenebene Neusser Straße und der unterirdischen Trasse der Linien 12 und 15 verbinden. Um einen Wechsel zwischen den Aufzügen zu ermöglichen wird unter dem Brückengebilde auf der Neusser Straße eine Querungshilfe gebaut Parallel werden dort an beiden Seiten neue ebenerdige Zugänge gebaut. Auch in der Verteilerebene finden Umbauten statt. Der wird modernisiert und nach Abschluss der Bauarbeiten vermietet. Anfang 2013 soll die neue Haltestelle fertig gestellt sein.
Änderung der Beschlussfassung Nippes
(hub). Einen Tag nachdem die Stadtverwaltung in einer
Pressekonferenz den Baubeginn verkündet hatte, bittet nun die
Bezirksvertretung Nippes den Verkehrsausschuss in einer
Mehrheitsentscheidung gegen die Stimmen der Fraktion Bündnis
90/Die Grünen und des Linken-Vertreters Andree Willige den
Beschluss vom 16. Juni 2009 zu revidieren. Statt die Eingänge
von der Straßenseite der Neusser Straße anzulegen, sollen
sie nun doch von der rückwärtigen Seite in das
Stadtbahnbauwerk führen. Dabei soll durch Beleuchtung ein
angstfreier Raum entstehen. "Die neuerlichen
Änderungswünsche der Bezirksvertretung können nicht
mehr berücksichtigt werden, da bereits begonnen wurde, zu
bauen", so Christian Melchert vom Amt für Brücken
und Stadtbahnbau auf Nachfrage.


