Köln. Die Drittliga-Volleyballerinnen des FCJ Köln machten in der Neuauflage des WVV-Pokalfinales kurzen Prozess mit ihrem Gegner Dingden. In gut einer Stunde Spielzeit besiegte das Team von Trainer Jimmy Czimek auswärts eine vom Verletzungspech gebeutelte Dingdener Mannschaft deutlich mit 3:0 (25:15, 25:18, 25:20).
Bereits vor dem Spiel standen die Zeichen bei den
Kölnerinnen klar auf Sieg, denn beim Gegner meldeten sich
zahlreiche Spielerinnen krankheitsbedingt ab. Trotzdem nahmen die
Kölnerinnen ihre Aufgabe am Niederrhein durchaus ernst und
starteten energisch in den ersten Satz. In diesem führten die
Kölnerinnen von Beginn an und kamen über 12:7, 14:9 und
18:10 zu einem schnellen ersten Satzerfolg. Das gleiche Bild sahen
die zahlreichen Zuschauer im zweiten Satz, in dem die
Kölnerinnen mit starkem Service, guten Blockaktionen, einer
sicheren Annahme um die Libera Elvira Mauch sowie druckvollem
Angriffsspiel sehenswert punkteten. Insbesondere der
Außenangreiferin Judith Bleuel bescheinigte Jimmy Czimek nach
dem Spiel eine famose Leistung: "Judith hat heute nahezu
fehlerfrei agiert - das war ein ganz starker Auftritt von
ihr." Doch nicht nur Judith Bleuel, sondern die komplette
Mannschaft spielte hochkonzentriert und wusste die Schwächen
des Gegners souverän auszunutzen.
Im dritten Satz wechselte Jimmy Czimek und brachte vier neue
Spielerinnen aufs Parkett. Unter der Regie der neu eingewechselten
Zuspielerin Sarah Wolnizki konnte der dritte Satz gegen eine sich
tapfer der Niederlage entgegenstemmende Dingdener Mannschaft nach
Hause gebracht werden. "Heute konnten sich wieder einmal alle
Spielerinnen auszeichnen und es zeigt sich, dass alle zu Recht in
unserem Kader sind - alle Spielerinnen haben die Qualität, in
dieser Liga oben mitzumischen", freute sich der Trainer
über seinen hochklassigen Kader. "Und genau dieser
breite, aber qualitativ eng beisammen liegende Kader hat uns in der
Hinrunde sehr geholfen, eine solche Erfolgsserie von mittlerweile
zehn Ligasiegen in Folge zu erreichen. Aus diesem Grund führen
wir auch immer wieder neue Spielerinnen an die Mannschaft
heran", erklärt Jimmy Czimek seine
Mannschaftsphilosophie. So gab heute Leonie Knauf, die der
Kölner Trainer als Aufschlagsspezialistin in den ersten beiden
Sätzen einwechselte, ihr Regionalligadebüt. "Mit
dieser Mannschaft und dieser Stimmung macht es großen
Spaß, auf dem Spielfeld zu stehen", freute sich Leonie
Knauf über ihre ersten Einsatzzeiten. Dabei erfüllte sie
ihre Aufgabe fehlerfrei und steuerte mehrere gefährliche
Services zum Sieg bei.
Mit diesem Erfolg im letzen Vorrundenspiel können die
Kölnerinnen ihre Tabellenführung mit in die Winterpause
nehmen und erst einmal in den drei trainingsfreien Wochen, die
ihnen ihr Trainer über die Jahreswende gewährt,
abschalten. "Diese Phase der Regeneration ist für uns
alle sehr wichtig. Die Saison wird noch sehr lang und es geht
direkt mit sechs Spielen an sechs aufeinanderliegenden Wochenenden
weiter - da ist es wichtig, in dieser Phase die Akkus wieder voll
aufzuladen, um im neuen Jahr direkt von Beginn an wieder heiß
auf Volleyball zu sein", begründet der Kölner
Trainer seine Maßnahme. Dass die Mannschaft dann innerhalb
kurzer Zeit zum ersten Spiel nach der Pause wieder auf Touren
kommt, daran zweifelt der Coach nicht. Denn am 14. Januar wartet
mit der SG Langenfeld direkt ein ganz besonderer Gegner auf die
Kölnerinnen. Denn im Hinspiel fügten die
Langenfelderinnen den Kölnerinnen die bis heute einzige
Saisonniederlage zu.


