Longerich (dk). Aus den Wurzeln der Kirchenchöre St. Bernhard, St. Cäcilia und Christ König ging der Kirchenchor St. Dionysius hervor. Die Pfarrei bewahrt diese Tradition und fördert zudem die Moderne. Mit Hans Küblbeck als Seelsorgebereichsmusiker engagierte man 2007 einen professionellen Mitarbeiter.
Der studierte Kirchenmusiker genoss eine Ausbildung bei den
Regensburger Domspatzen unter der Leitung des Domkapellmeisters
Georg Ratzinger. Inspiriert von Herrn Küblbeck, entstand 2008
die Longericher Singschule für die musikalische Ausbildung von
Kindern und Jugendlichen und das Longericher Chor-Projekt als
Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen mit Fokus auf die
Ansprüche Berufstätiger.
Auch der Longericher Kammerchor und der Kirchenchor St. Dionysius
werden von ihm geleitet und stellen weitere Säulen der
musikalischen Aktivität. Inklusive einer professionellen
Stimm- und Gehörbildung ist der Chor kostenlos. Möglich
macht dies unter anderem der in diesem Jahr gegründete
Förderverein Unisono. Die Angebote richten sich an junge und
gewachsene Menschen, die gemeinsam durch Singen schwingen
möchten. Dabei spielt die Konfession eine untergeordnete
Rolle.
Dass nicht nur das Hören Freude bereitet, sondern auch selber
Singen, lässt sich am eigenen Leib erspüren. Besonders
freuen kann man sich da auf einen Workshop nächstes Jahr im
Juni von John Rutter. Der Engländer wird der Postmoderne
zugeordnet und gilt gegenwärtig als einer der bedeutendsten
und populärsten Komponisten von Chor- und Kirchenmusik.
Die Pfarrei mit ihren musikalischen Säulen hat in den
vergangenen Jahren neben Kinder-Musicals, Open-Air-Chor-Konzerten,
der Teilnahme an dem Chor.com Festival und der Longericher
Kunstmeile einige Konzerte aufgeführt. So war vorletzten
Sonntag die Kirche St. Dionysius Spielort für das Festkonzert
im Rahmen der 3. Longericher Kirchen-Musik-Woche (bis 04.
Dezember). Im Publikum verbreitete sich
Gänsehautstimmung.
Ein Chor mit viel Herz und Kraft, tolle Pianistinnen aus Japan und
Irland, spannungssteigernde Pauken, eingeladene, hochkarätige
Solisten und ein Herr Küblbeck mit Seele und Hingabe als
Leiter begeisterten. Das Programm für das Jahr 2012 verspricht
eine Weiterführung der Qualität. Unter anderem gibt es
zwei Top Ten-Werke der Chormusik. Im April die Johannes-Passion von
J. S. Bach und im Juni Carmina Burana von Carl Orff.
Weitere Informationen unterwww.sankt-dionysius-koeln.de


