Tolle Bescherung für die Haie Fans

Haie siegen nach 1-3 Rückstand noch 4-3 in Düsseldorf

Weihnachten und ein Auswärtssieg bei den DEG Metro Stars - was kann es für einen Haie-Fan schöneres geben. Die Begeisterung bei den rund 700 Kölner Fans, die ihr Team ins "Dorf" nördlich von Köln per Schiff, Bus und Auto begleiteten, war nach den 60 spannenden Minuten riesig. In der vorletzten Spielminute hatte eine Gemeinschaftsarbeit von Felix Schütz und John Tripp zum 4:3-Sieg geführt.

Begonnen hatte die Begegnung gar nicht im Sinne des Kölner Anhangs. Sage und schreibe 37 Strafminuten kassierte das Haie-Team im ersten Drittel mit einer 5-Minuten-Strafe plus Spieldauerstrafe gegen Charlie Stephens als traurigem Tiefpunkt. Unter dem Strich resultierte daraus, dass die Haie rund die Hälfte des ersten Spielabschnitts in Unterzahl spielen mussten und auch noch fast 4 Minuten zu Beginn des zweiten Drittels einen Spieler weniger auf dem Eis hatten. Zum Glück fiel den Düsseldorfern im Überzahlspiel nicht allzu viel Gescheites ein, lediglich als gleich zwei Kölner Spieler auf der Strafbank saßen, kamen sie zum 2:1-Führungstreffer. Zwei Minuten zuvor hatte dagegen Charlie Stephens den Kölner Ausgleich erzielt, während Teamkollege Jason Jaspers eine Strafe verbüßte.

Als nach 24 Minuten wieder fünf Kölner gegen ebenso viele Düsseldorfer auf dem Eis standen, begann ein neues Spiel. Jetzt bestimmten die Haie das Geschehen auf dem Eis und verdientermaßen erzielte Jonathan d'Aversa mit einem fulminanten Schuss von der blauen Linie den Anschlusstreffer zum 2:3. Nach wie vor spielten die Gäste körperlich hart, doch blieben sie nun weitestgehend der Strafbank fern.

Das Schlussdrittel begann aus Sicht des KEC optimal. Als der Düsseldorfer Derek Dinger auf der Strafbank saß, erzielte Alexander Weiß den Ausgleich. Der Außenstürmer fälschte einen Schuss von Matt Pettinger unhaltbar ab. Es entwickelte sich danach ein offener Schlagabtausch mit Chancen für beide Teams. Das entscheidende Tor fiel schließlich 64 Sekunden vor der Schlusssirene. Torsten Ankert und Philip Gogulla bereiteten es vor, Gogullas Zuspiel nahm Felix Schütz volley und - wie die Videoaufzeichnung erst zeigte - fälschte Jon Tripp den Schuss noch ab.

Trainer Uwe Krupp zeigte sich nach den aufreibenden 60 Minuten "stolz auf sein Team".

"Wir haben nie unsere Linie verloren. In einem Derby ist es normal, dass man auch mal am Rande des Erlaubten spielt. Charakter und Moral haben gestimmt und dieser Sieg gibt uns Selbstbewusstsein für die nächsten Spiele."

Drei Tage zuvor war der Haie-Coach weniger zufrieden gewesen: das Heimspiel gegen den Deutschen Meister Eisbären Berlin hatte seine Mannschaft mit 2:4 verloren. Zwei Doppelschläge der Gäste zum 0:2 im ersten Drittel und zum 1:4 gegen Ende des zweiten Spielabschnitts entschieden die Begegnung vor 12.176 Besuchern in der Lanxess-Arena. Auf der Haben-Seite standen das Anschlusstor des zu Saisonbeginn aus Berlin nach Köln gewechselten Alexander Weiß und ein Tor von Jason Jaspers in der 47. Minute.

Im Schlussdrittel dominierten die Haie zwar eindeutig auf dem Eis, doch die cleveren Eisbären verwalteten ihre Führung souverän. Den Gästen kam entgegen, das die Haie in der Schussphase durch eine doppelte Strafzeit des undisziplinierten Charlie Stephens vier Minuten lang in Unterzahl spielten mussten. Für den kanadischen Stürmer verlief der Abend mehr als unglücklich, denn er verbüßte allein 22 der 30 Kölner Strafminuten.

Uwe Krupp erkannte die Leistung der Gäste an: "Wir haben gesehen, warum Berlin oben steht; die brauchen nicht viele Chancen, um Tore zu machen. Bei uns haben Einstellung um Kampfgeist gestimmt."

 

Statistik:

23.12.: Kölner Haie - Eisbären Berlin 2:4 (0:2, 1;:2, 1:0)

Tore Köln: Weiß, Jaspers

12.176 Zuschauer


26.12.: DEG Metro Stars - Kölner Haie 3:4 (3:1, 0:1, 0:2)

Tore Köln: Stephens, d'Aversa, Weiß, Tripp

10.002 Zuschauer

Letzte Änderung: Mittwoch, 28.12.2011 14:50 Uhr

Notdienste in Köln

Alle wichtigen Telefonnummern zu den Notdiensten der Stadt finden Sie hier. »

Alle Titel im Großraum Köln/Bonn

Lernen Sie die weiteren Anzeigenblätter im Großraum Köln/Bonn kennen. »