Alles für Herz und Seele

31 Aussteller präsentierten im Taborsaal ihre vielfältige Kunstfertigkeit

Heimersdorf (hub). Beim Betreten des Taborsaals fühlte sich der Besucher beim vierten Kreativ-Markt Köln-Nord wie in einem vorgezogenen Adventsbasar. Kreuze, Kerzen und Krippenfiguren wurden unter anderem vom Dritte-Welt-Laden der Gemeinde Christi Verklärung angeboten. 

Aber auch andere fair gehandelte Produkte wie Ketten, Schals, Mützen und Handschuhe sowie Klangschalen, Geschenkboxen und Notizbücher konnten erworben werden. An den Ständen boten die 31 Aussteller selbst ihre Kreationen an, seien es handgestrickte Stulpen aus Strumpfwolle, Scherencollagen, Glückwunschkarten, Fotokalender oder Bilderrahmen. An einem Stand hatten sich Hausfrauen und Freundinnen aus dem Kölner Norden und Pulheim zusammen getan und boten Apfelmus, Marmeladen und Sirups an. Auch ein Quittenbrot konnte gekostet werden. Damit der Erlös zu 100 Prozent an den Förderverein für krebskranke Kinder geht, wurde sogar das Obst selbst geköttet. Giusi Tempel bot Olivenöl-Proben auf frischem Brot an. Das Olivenöl, "das die Sinne belebt", stammt von ihrer Cousine aus dem Süden Siziliens. Es habe einen sehr niedrigen Säuregehalt und einen fruchtigen Geschmack. Immer wieder kamen Interessierte vorbei, um sich den Stand anzuschauen. "Einige muss ich erst überreden, dass sie mal probieren", so Tempel, "nach der Probe sind sie aber überzeugt." Die Freundinnen Petra Ka­pus­ta und Nina Schuck organisieren den Kreativ-Markt. Sie sind beide in ihrer Freizeit künstlerisch aktiv. Da sie mehr Kunstwerke hatten, als sie selbst benötigten, kamen sie auf die Idee, diese zu verkaufen. "Da­rüber hinaus gäbe es wohl noch andere", so Petra Kapusta, die noch etwas zu verkaufen hätten, und so entstand der Kreativ-Markt Köln-Nord. "Wir haben anfangs auch noch selbst für Kaffee und Kuchen gesorgt, das hat der Ortsausschuss der Gemeinde Christi Verklärung jetzt zum zweiten Mal übernommen", so Kapusta. Mittlerweile müssen die Organisatorinnen die Künstler nicht mehr ansprechen, sondern diese melden sich von selbst. Mundpropaganda und Presseveröffentlichungen haben für die nötige Werbung gesorgt. Die Erlöse des Marktes gehen an verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche wie zum Beispiel Ferien zu Hause oder Dat Kölsche Hätz.

Letzte Änderung: Donnerstag, 29.12.2011 10:03 Uhr

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