Gremberg (sf). Manege frei für die Nachwuchsartisten: Das Projekt "Zirkus macht Kinder stark", fand im Jugendzentrum Gremberg mit einer beeindruckenden Abschlussveranstaltung seinen vorläufigen Höhepunkt.
17 Kinder im Alter von 8 bis 17 Jahren zeigten in einer
eineinhalbstündigen Show, was sie während des
einjährigen Zirkus-Projektes gelernt hatten: Bravourös
schwangen sie sich an Seilen durch die Lüfte, zeigten
akrobatische Kunststücke am Boden und beeindruckten ihr
Publikum unter anderem als Jongleure. Auch Tanz und Musik standen
auf dem Programm, denn in die Zirkusshow eingebunden waren kleine
Theaterszenen, mit denen die Geschichte eines großen Stars
erzählt wurde, der sich am Ende als völlig langweilig,
uninteressant und als arrogant entpuppt und von den "kleinen
Stars" in den Schatten gestellt wird. Die Aussage wird am Ende
der Show deutlich: Keiner muss sich verstecken, jeder hat das Zeug
zum Star - jeder kann was.
"Ich kann was!" ist auch der Name der Initiative der
Deutschen Telekom, die 2009 ins Leben gerufen wurde und das Projekt
"Zirkus macht Kinder stark" im Jugendzentrum Gremberg
möglich gemacht hat: Über 500.000 Euro stellt die
Initiative pro Jahr verschiedenen Projekten von Kinder- und
Jugendeinrichtungen zur Verfügung. "Ziel ist es, den
Kindern zu helfen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln".
erklärt Annette Reuter von der Deutschen Telekom. Bundesweit
können sich jedes Jahr Kinder- und Jugendeinrichtungen
für die Initiative bewerben. In diesem Jahr gab es insgesamt
87 Sieger, deren Projekte gefördert wurden. Unter anderem
realisierte die Initiative Tanzfestivals, Kochkurse,
Kreativ-Workshops und Jugendcamps. Für das
Zirkusprojekt des Jugendzentrums Gremberg wurden
Fördermittel in Höhe von 8.630 Euro bereitgestellt.
Mit dem Geld konnten unter anderem die Trainer und Betreuer, die
Requisitenausstattung und die Teilnahme der Jugendlichen an
mehrtägigen Zirkuscamps ermöglicht werden. Die Initiative
möchte den Kindern helfen, ihr Selbstbewusstsein zu
stärken und Fähigkeiten wie Verlässlichkeit und
Pünktlichkeit zu erlernen. Auch die Verantwortung des
Einzelnen in der Gruppe ist eine wichtige Erfahrung.


